Radonwerte schlagen hohe Wellen

Ein Raum in Grundschule Falkenstein betroffen

Falkenstein/Bad Elster.

Die Thematisierung des Radon-Problems in der "Freien Presse" mit Veröffentlichung von besorgniserregend hohen Messwerten in der Grundschule hat Bad Elster kalt erwischt. Das wurde zur Stadtratssitzung Mittwochabend deutlich. Weder Elternvertreter noch Stadträte waren durch Bürgermeister Olaf Schlott (Unabhängige Bürgerschaft) informiert worden, dass der Messwert im Bereich der Essensausgabe den seit Jahresbeginn geltenden Referenzwert von 300 Becquerel pro Kubikmeter Raumluft um das Vierfache überschreitet. Die Daten lagen seit Februar vor. Entsprechend hagelte es Kritik. Schlott räumte den Fehler der versäumten Information ein und kündigte für Mai eine Informationsveranstaltung an, bei der Verantwortliche von Grundschule und Evangelischer Oberschule Schöneck, die das Gebäude seit diesem Schuljahr ebenfalls nutzt, substanziell informiert werden. Bei einer Begehung soll zunächst nach der Ursache geforscht werden. Zudem werde als Sofortmaßnahme intensiver gelüftet. Das Edelgas ist die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs.

Im Plauener Berufsschulzentrum e.o.plauen waren ähnlich hohe Werte gemessen worden, am BSZ Rodewisch 420 Becquerel. Die konkreten Eintrittsstellen an den Gebäuden sind nicht bekannt, heißt es aus dem Landratsamt auf Nachfrage. Dort gibt es inzwischen eine verbindliche Lüftungsanweisung, die die Werte reduzieren soll. In der Grundschule Falkenstein ist laut Stadtverwaltung ein einzelner Raum im Erdgeschoss betroffen. Dort waren die Werte leicht erhöht. Regelmäßiges Stoßlüften soll die Situation verbessern. Auch im Rathaus liefen laut Bürgermeister Marco Siegemund (CDU) bereits Messungen. (tb/nij)

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