Radwegbau auf Bahndamm soll bald starten

Wenn alles gut geht, wird die Strecke schon ab Herbst planiert. Bei der Ausschreibung für das Vorhaben gab es eine positive Überraschung.

Steinberg.

Den Zuschlag für den Radweg-Bau zwischen Rothenkirchen und Stützengrün hat der VSTR Rodewisch bekommen. Den entsprechenden Beschluss fasste der Steinberger Gemeinderat auf seiner Sitzung am Donnerstag. Dabei konnten die Steinberger eigentlich nur für ihren Abschnitt beschließen, der knapp ein Drittel der etwa einen Kilometer langen Strecke ausmacht. Die Stützengrüner Räte sollen dann Ende August nachziehen.

Der VSTR will den Weg für knapp 300.000 Euro errichten, der Steinberger Anteil liegt bei rund 84.000 Euro. Zunächst hatte es acht Interessenten für den Auftrag gegeben, vier Unternehmen reichten schließlich ihre Angebote ein. Planer Thomas Fröbel von der Projekta aus Auerbach fand dies in doppelter Hinsicht bemerkenswert: Zum einen, dass es trotz der brummenden Bau-Konjunktur so viele Bewerber gab. Und zum anderen, dass die Angebote bemerkenswert dicht an der Kostenberechnung lagen. Zuletzt hatten viele Kommunen erheblich tiefer in die Kassen greifen müssen, als sie veranschlagt hatten. "Wir haben hier ein sehr gutes Ergebnis", betonte Fröbel. Der VSTR könne nach eigenen Angaben günstiger anbieten als die Mitbewerber, weil er zeitgleich ein anderes Projekt in Stützengrün erledigt und so von Synergie-Effekten profitiere. Laut Fröbel kann das Planum vielleicht schon ab Herbst geschaffen werden. Asphaltiert werde im nächsten Jahr.

Der neue Radweg wird auf dem ehemaligen Bahndamm zwischen den beiden Orten verlaufen. Die Bahnlinie zwischen Wilkau-Haßlau und Carlsfeld war in den 1970er Jahren stillgelegt worden. Die Strecke nach Stützengrün ist der erste Bauabschnitt des Steinberger Radwegekonzepts unter der Überschrift "Berge verbinden". Weitere Wege sollen in Richtung Rodewisch, Bärenwald und Schönheide entstehen. Rothenkirchen soll dabei nach Angaben von Bürgermeister Andreas Gruner der Knotenpunkt werden. Fördermittel sollen über das Leader-Programm fließen.

Der Abschnitt zwischen Rothenkirchen und Stützengrün kann als erster in Angriff genommen werden, weil hier die Eigentumsverhältnisse von Anfang an klar sind. Auf anderen Abschnitten ist dies zum Teil noch nicht der Fall.

Der erste neue Radweg soll laut Andreas Gruner durch das geringe Gefälle und eine angemessene Entfernung von der Straße sehr familienfreundlich sein. Beginnen wird er im Bereich der Schönheider Straße.

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