Rewe-Diskussion in Auerbach: AfD-Fraktion kritisiert Stadt

Nachdem die Versorgungslücke im Neubaugebiet am Bendelstein wieder droht: Neue Stadtratsfraktion reagiert auf Kommunikationsversagen im Rathaus.

Auerbach.

Im Zusammenhang mit der Diskussion um die Nahversorgung im Auerbacher Neubaugebiet fordert die AfD-Fraktion von der Stadtverwaltung ein transparenteres Vorgehen. "Die Verkündung von Erfolgen bei gleichzeitigem Verschweigen von Problemen darf nicht die Kommunikationsstrategie der Stadt Auerbach sein", sagt Fraktions-Chef Tilman Matheja.

Vergangene Woche war bekannt geworden, dass der Rewe-Markt im Nahversorgungszentrum am Bendelstein Ende des Jahres schließt und nicht, wie Anfang Juli von der Stadtverwaltung angekündigt, so lange vor Ort bliebt, bis eine Anschlusslösung steht. Von der damit erneut drohenden Versorgungslücke abgesehen, hatte die Stadtverwaltung dies den Anwohnern verschwiegen und als Grund angegeben, sie nicht verunsichern zu wollen. Bei einer Bürgerversammlung am Mittwoch vor Ort erntete sie dafür heftige Kritik.


"Die Bewohner des Auerbacher Neubaugebietes sind zurecht empört", so Tilmann Matheja dazu, "denn sie haben es satt bevormundet zu werden." Gleichzeitig kritisiert der AfD-Mann die Bürger: "Leider gibt es in der Bevölkerung immer wieder Stimmen, die von der Stadt Unmögliches fordern." Matheja verweist auf das Prinzip der Marktwirtschaft, in der es nicht Aufgabe der Verwaltung sei, ein Unternehmen zum Bau zu zwingen.

Seit Frühjahr ist bekannt, dass der Rewe-Markt am Bendelstein schließt. Seit dem ist die Angst unter den Anwohnern groß, dass die Nahversorgung vorübergehend oder ganz wegfällt. Nach einem zusätzlichen Eigentümerwechsel für den Gebäudekomplex, zu dem auch eine Apotheke gehört, buhlten zwei neue Investoren um das Areal, die beide neu bauen wollten. Die Stadt verkündete parallel, dass Rewe so lange bleibt, bis ein neuer Markt steht.

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