Rodewisch will Am Anger Parkplätze bauen

Wenn im Rathaus Veranstaltungen stattfinden, fehlen oft Stellflächen. Vom Ausbau sollen auch Wanderer profitieren.

Rodewisch.

Damit Besucher des Ratskellersaales künftig trockenen und sauberen Fußes vom Parkplatz zum Veranstaltungsraum gelangen, plant die Stadt Rodewisch, einen Teil des Angers zu einem befestigten Parkplatz umzugestalten. Entstehen sollen Stellplätze für 62 Pkw, Behindertenparkplätze und zwei Busstellflächen. Daneben ist eine Mehrfachnutzung des Areals vorgesehen.

Auf dem Gelände, das dann Wanderparkplatz heißt, können Radler ihre E-Bikes aufladen oder vom Anger aus Ausflüge zu Zielen in der Umgebung aufbrechen, wie zum Beispiel der Sternwarte. Ebenso soll das Errichten einer Ladestation für Elektroautos vorgesehen werden. Eine neue WC-Anlage sowie Bänke und Anpflanzungen komplettieren das Projekt, erklärt Bürgermeisterin Kerstin Schöniger (CDU).

Ausgewählt hat die Stadt die Fläche zwischen der Fußgängerbrücke und der Bachstraße. Über ein schon in Auftrag gegebenes Bodengutachten informierte die Stadtchefin die Räte zur jüngsten Sitzung. Die Kosten des Projektes belaufen sich auf geschätzte 750.000 Euro. Für die Finanzierung nutzen möchte die Kommune das Programm GRW Infra, das speziell Vorhaben zur Förderung der wirtschaftlichen Infrastruktur unterstützt. Der Fördersatz beträgt laut Bürgermeisterin Schöniger 85 Prozent. "Das ist ein sehr günstiger Fördersatz, den wir nutzen sollten", so Schöniger. In den nächsten Wochen will die Stadt den Förderantrag einreichen. Sollte die Stadt Zuschüsse erhalten, sei mit einem Baubeginn wahrscheinlich erst im nächsten Jahr zu rechnen.

Wie dringend ein befestigter Parkplatz nötig sei, sei zuletzt beim Neujahrskonzert im Ratssaal mit seinen 400 Plätzen deutlich geworden. "Wenn die Besucher in Abendgarderobe kommen, ist es sehr ungünstig, wenn sie über einen aufgeweichten Untergrund laufen müssen", erklärte die Stadtchefin.

Am größeren unteren Teil des Angers sind keine Arbeiten geplant. Die Fläche, die ebenfalls zum Parken und einmal im Jahr für den Rummel dient, bleibe vorerst in ihrem jetzigen Zustand erhalten, so die Bürgermeisterin weiter.


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