Salsa-Abend ohne Grenzen

Musikalische Sommerferien gab es bei einem deutsch-tschechischen Projekt im Waldpark Grünheide. Am Ende feierten Schüler und Erwachsene gemeinsam.

Grünheide.

Eine anstrengende und aufregende Woche liegt hinter 45 Schülern und Erwachsenen aus Deutschland, Tschechien und Polen. Vier Tage probten, bastelten und malten sie für ein 30-minütiges Kinder-Musiktheater im Waldpark Grünheide. Am Freitagabend gipfelten die Salsa-Sommerferien in einem kunterbunten Auftritt mit anschließendem Konzert.

Alles, was die Gäste im Festzelt zu sehen und zu hören bekamen, war Eigenproduktion. Vom ständig wechselnden Bühnenbild über Kostüme bis zur Technik und Moderation. "Die Sterne von Fanja" hieß das Theaterstück aus der Feder von Vera Mohr. Darin ließ die Freizeitautorin und Regisseurin eine New Yorker Band Tournee-Abenteuer in Afrika erleben. Angelehnt an das Projekt ging es auch in ihrem Werk um grenzüberschreitende Freundschaft, Hilfsbereitschaft und vorurteilsfreies Miteinander.


Manche Akteure wussten schon von der Projekt-Premiere 2018, wie der "Hase" läuft. "Es sind aber auch viele Neue dabei", sagte Salsa-Tanzlehrer Denis Mohr. Zusammen mit seiner Frau Vera brachte er Sechs- bis 13-Jährigen die passenden Schritte bei. Warum ausgerechnet Salsa? "Das ist kein Leistungssporttanz", erklärte er. "Man bewegt sich einfach gemeinsam."

Der elfjährige Tom aus der Nähe von Hof musste flinke Finger haben und sich auf ganz andere Dinge konzentrieren. Er war für die Tontechnik zuständig. "Gut, dass wir ihn gefunden haben", staunte Denis Mohr über Toms Können ohne große Einarbeitung. "Ich interessiere mich eben sehr für Technik", erzählte der junge Oberfranke.

Ein aus vielen individuellen Beiträgen zusammengesetztes Kunstwerk zu schaffen, machte erst penible Planung möglich. Jeder wurde nach seinen Fähigkeiten und Neigungen eingesetzt. "Außerdem haben wir fast einen Eins-zu-eins-Trainerschlüssel", sagte Denis Mohr. Die sieben Mitglieder der Prager Band La Familia Salsa fungierten gleichzeitig als Musiktrainer. Bei sprachlichen Hürden half eine Dolmetscherin weiter.

Zustande kommen die Salsa-Projekte auf Initiative der Lavicosa Salsa Stiftung und des Tanzzentrums Balanc in Cheb/Eger. Denis Mohr aus dem thüringischen Bad Lobenstein ist Stiftungs-Treuhänder. Gefördert werden kulturelle Bildung für Kinder in den Bereichen Musik, Tanz und Theater sowie der internationale Austausch.

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