Schnelles Internet für Auerbach kommt

Ein lang gehegter Wunsch vieler Menschen im Nordvogtland soll in 20 Monaten in Erfüllung gehen: der Breitbandausbau mit Glasfaserkabeln.

Auerbach.

Zu 100 Prozent werden der Bund und der Freistaat Sachsen den Ausbau des schnellen Internets für Auerbach und die angrenzenden Kommunen fördern. Das sagte gestern Auerbachs Bauamtsleiter Patrick Zschiesche. Die Kostenübernahme bedeutet für Grundstücksbesitzer, dass sie für das Verlegen der Kabel bis in ihr Haus keinen Cent bezahlen müssen. Die Kabel werden im Auftrag der Telekom verlegt, die in Auerbach in das Projekt rund fünf Millionen Euro investiert.

Fertig sein soll die schnelle Internetverbindung im Projektgebiet Vogtland-Nord in 20 Monaten. Das Gebiet reicht nach Aussagen des Auerbacher Sozialamtsleiters Knut Kirsten bis nach Plauen und Reichenbach. Beteiligt sind am Ausbau in der Region die Städte Auerbach, Treuen und Rodewisch, Teile von Falkenstein, sowie Ellefeld, Neustadt und Steinberg. Außerdem werden im Projekt Vogtland-Süd Grünbach und Muldenberg erschlossen.

Weil für die Arbeiten die Grundstücke betreten werden müssen, sollen die Eigentümer ihre Zustimmung hierfür erteilen. Deshalb erhalten ab Montag knapp 3500 Bürger Post aus dem Auerbacher Rathaus. In der werden sie aufgefordert, eine Erlaubnis für Arbeiten auf ihren Grundstücken zu erteilen. "Die Zustimmung ist zwingend erforderlich", so Zschiesche. Kostenlos verkabelt würden nur Grundstücke, deren Besitzer sich jetzt dafür entscheiden. Fragen zum Prozedere können Bürger am 4. September bei einer Informationsveranstaltung in der Schlossarena stellen.

Beim Verlegen der Kabel werde moderne Technik eingesetzt. Deshalb müssten Straßen nicht großflächig aufgerissen werden. "Dass Bauarbeiten auf uns zukommen, ist aber auch klar", sagt Zschiesche.

Die Übertragungsleistung soll nach dem Ausbau bei mindestens 50 Megabyte liegen. Nach Ansicht des Bauamtschefs ist das ein Meilenstein, würden doch derzeit "in Auerbach vormittags nur 16 und abends zwei Megabyte anliegen".

Die Ortschaften Brunn, Schnarrtanne, Teile von Rebesgrün und das dortige Industriegebiet West profitieren jedoch nicht vom Ausbau. Das begründet Zschiesche damit, dass die Ortsteile bereits über andere Projekte erschlossen worden sind.

"Die Telekom ist zwar das ausbauende Unternehmen, aber die Bürger haben nicht die Pflicht, mit ihr einen Vertrag abzuschließen. Es hat auch jeder andere Betreiber Zugang zum Netz", stellte Sozialamtschef Knut Kirsten klar.

Die Infoveranstaltung zum Breitbandausbau findet am 4.September, ab 17 Uhr in der Auerbacher Schlossarena statt.

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