Slackline-Station startet in erste Saison

Eine neue Trendsportart erobert Auerbach: Seit Dienstag ist Balancieren auf dem Hängeseil auch auf dem Spielplatz im Neubaugebiet möglich.

Auerbach.

Noch wagt sich Melinda Steiniger nicht zu bewegen. Das Nylonband unter ihren Füßen ist gerade so breit wie ein Kinderschuh. Doch dann nimmt die Elfjährige allen Mut zusammen. Es ist ihr erster Versuch, auf einer Slackline zu gehen. Christian Möckel steht daneben, gibt Halt und Tipps für den richtigen Gang über das schmale, wackelige Band. Er hat sich vor einem Jahr mit der Freiluft-Trendsportart Slacklining angefreundet.

Mehrere Kinder fanden sich vorgestern zur Eröffnung der ersten Slackline-Station in Auerbach ein. Den Rahmen bildete ein Fest mit diversen Spielen. Schon 2016 hatte die Stadt ein kleines Sandareal auf dem öffentlichen Spielplatz an der Albert-Schweitzer-Straße angelegt, Poller für das Befestigen der Bänder aufgestellt und mit Unterstützung von Jugendlichen Sitzgelegenheiten gebaut.


Vom Stadtjugendbüro ging die Initiative aus. "Es war ein Wunsch, den wir bei unseren Jugendlichen herausgehört haben", sagte Michaela Jauk. Sie ist verantwortlich für so genannte Mikro-Projekte innerhalb des Projektes "Jugend stärken im Quartier" des Europäischen Sozialfonds (ESF), mit dessen Hilfe die Anlage gebaut wurde.

Die Metallpoller bleiben das ganze Jahr über stehen - ohne Slackline. "Jeder kann sein eigenes Sportgerät mitbringen", sagt Jauk. Sechs Meter trennen den einen Poller vom anderen. Etwa 50 Zentimeter Bodenfreiheit hat das Band. Noch ist die Station nicht komplett: Demnächst soll eine Infotafel mit Übungsbeispielen aufgestellt werden. Bei der Standortwahl hatte das Neubaugebiet eindeutig die Nase vorn. "Um nicht nur den Hofaupark zu beleben, sondern auch andere Flecken in Auerbach", sagte Jauk. "Hier kann man auch viele schöne Dinge schaffen."

Christian Möckel unterstützt das Stadtjugendbüro oft und gerne und findet die Idee "richtig gut". Das sei "was für die Jugend, eine schöne Freizeitattraktion." Noch dazu eine, die Sinn mache. "Man muss das Gleichgewicht halten und kann seinen Körper besser kennen lernen", berichtete er. Ihn selbst brachte ein Freund auf den Geschmack. Schnell packte den Auerbacher der Ehrgeiz.

Nach vielen erfolglosen Gehversuchen kann sich Christian Möckel inzwischen länger auf dem Seil halten. "Mit ein bissel Übung funktioniert das schon", so der 26-jährige. Sein Rat für Anfänger: "Am besten die Arme ausbreiten, einen Fuß gerade vor den anderen setzen und dabei locker bleiben." Als Fortgeschrittener könne man dann Tricks einbauen. "Es gibt Leute, die laufen über Schluchten."

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