Sozialtherapeutische Wohnstätte soll generalüberholt werden

30 chronisch psychisch kranke Menschen werden in der Einrichtung der Diakonie in Grünbach betreut. Einige sind in einer geschlossenen Gruppe untergebracht, um Suizide zu verhindern.

Grünbach.

1998 ist die Sozialtherapeutische Wohnstätte der Diakonie in Grünbach als Neubau in Betrieb genommen worden - jetzt soll sie grundhaft saniert werden. "Wir hoffen, dass das in diesem und im nächsten Jahr über die Bühne gehen kann, warten praktisch täglich auf den Bescheid der Sächsischen Aufbau-Bank (SAB)", so Diakonie-Vorstand Sven Delitsch auf Anfrage. Der Sanierungsbedarf sei hoch, dies habe auch der Kommunale Sozialverband Sachsen bestätigt. Die Kosten der Erneuerung beziffert Delitsch auf 440.000 Euro, wenn alles gut geht, zahlt die SAB die Hälfte. Zehn Prozent steuert der Vogtlandkreis bei, dies hat der Sozialausschuss des Kreistages kürzlich beschlossen. "Alles soll bei laufendem Betrieb über die Bühne gehen, das lässt sich händeln", sagt Delitsch. Nach seinen Angaben werden 30 chronisch psychisch kranke Menschen in der Einrichtung betreut. Es gibt vier Wohngruppen, eine davon kann geschlossen geführt werden. In sie kommen solche Bewohner, deren Unterbringung ein Gericht aufgrund einer psychischen Krankheit oder geistigen Behinderung angeordnet hat, weil die Gefahr besteht, dass sie sich selbst töten oder sich erheblichen gesundheitlichen Schaden zufügen (geregelt im Paragraf 1906 des Bürgerlichen Gesetzbuches). Vor einem Jahr gab es in der Wohnstätte einen Zimmerbrand, die Wiederherstellung des betroffenen Bereichs hatte ein halbes Jahr gedauert.

Auf Grund der Lage unmittelbar an einem Waldgebiet und in rund 700 Meter Höhe seien eingebaute Holzfenster und Außentüren verschlissen, hieß es in der Kreistagsvorlage. Schatten und Feuchtigkeit hätten die Rahmenkonstruktion angegriffen, sodass sich die Beschichtung aufgelöst hat und von außen Wasser eindringt. Ein Austausch der Holzfenster und Außentüren mit Systemen aus Kunststoff sowie eine Sanierung der Dachterrassen sei geplant. Die Fassade und Holzverkleidungen seien aufgrund der örtlichen Gegebenheiten stark verwittert oder verschlissen. Zudem sei es notwendig, eine an das Gebäude angrenzende Wiesenfläche mit einer Drainage zu versehen und Abflusskanäle umzubauen. (mit us)

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