Amati: Fünf Bewerber stehen bereit

Instrumentenherstellung soll wieder anlaufen

Graslitz/Kraslice.

Die Produktion beim traditionsreichen Instrumentenhersteller Amati-Denak in der Klingenthaler Partnerstadt Graslitz/Kraslice soll trotz des derzeit laufenden Insolvenzverfahrens weitergehen. Im Rahmen der Verhandlung vor dem Insolvenzgericht in Pilsen/Plzeò informierte Insolvenzverwalter Lukáš Zrůst, dass es aktuell fünf Interessenten gibt, die das Unternehmen erwerben wollen.

Der Insolvenzverwalter und das Gericht prüfen derzeit die Verbindlichkeiten der Firma. Nach ersten Informationen gibt es gesamt 88 Gläubiger, die eine Summe von 162 Millionen Kronen (etwa 6,2 Millionen Euro) angemeldet haben.

"Die Atmosphäre im Unternehmen ist angespannt, ich bin in Kontakt mit dem Gewerkschaftsvorsitzenden. Die Mitarbeiter sehen aber inzwischen wieder eine erfolgversprechende Entwicklung. Bislang war die Produktion beschränkt, jetzt sollte sie wieder anlaufen," sagte Zrůst im Interview mit dem Tschechische Fernsehen. Die derzeit noch 115 Mitarbeiter, die Mehrzahl ist in Graslitz/Kraslice tätig, sollen bleiben. Gekündigt wurde allen rund 40 Beschäftigten des Betriebsteils in Königgrätz/Hradec Králové.

Bis Ende Februar soll nun die komplette Inventur des Vermögens abgeschlossen sein. Zum Verkauf des Unternehmens könnte es innerhalb von drei Monaten kommen.

Mehrheitsgesellschafter bei Amati-Denak ist seit April 2016 das britische Unternehmen Geneva, zuvor über Jahre einer der wichtigsten Handelspartner der Graslitzer. Exportiert wurden die Blechblas-Instrumente zuletzt in mehr als 50 Länder. Neben Deutschland, Großbritannien und den USA gehörten dabei auch Kunden in Asien und Afrika zu den Abnehmern. (lada)

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