Nach Hochwasser-Schaden: Adorfer Bad wird bis 2019 saniert

Die Stadt will die in die Jahre gekommene Freizeitanlage für 1,6 Millionen Euro herrichten und aufwerten. Dazu hat sie eine neue Lösung gefunden.

Adorf.

Adorf plant den großen Wurf für sein Waldbad, das nach den Zerstörungen durch das Unwetter am 24. Mai geschlossen ist. Die Anlage soll für 1,6 Millionen Euro saniert und aufgewertet werden. Ziel ist es, das Bad am 1. Juli 2019 wieder zu eröffnen. Der Stadtrat hat am Montag in seiner Sondersitzung die Planung an das spezialisierte Chemnitzer Ingenieurbüro Heike Schulze vergeben und sich dafür ausgesprochen, das bestehende Stadtumbaugebiet Südliche Altstadt/Schillerstraße um zwölf Hektar nach Süden zu erweitern, um das Bad einzuschließen.

Das Bad ins Stadtumbaugebiet zu integrieren, ist ein Schachzug zur Finanzierung der Arbeiten. In Gesprächen im Innenministerium erfuhr Bürgermeister Rico Schmidt (SPD), dass diese Variante möglich ist. Für die Stadt bedeutet dies, dass sie nächstes Jahr 533.000 Euro Eigenmittel für das Bad aufbringen muss. "Das Geld wird in den Haushalt eingestellt. Das machen wir passend", verwies Schmidt darauf, dass die Stadt in den Folgejahren ohnehin Gelder für Arbeiten im Bad eingeplant hatte. Zur Behebung erster Schäden nach dem Hochwasser Ende Mai hatte die Stadt auf eigene Gelder zurückgegriffen.

Die Sanierung 2019 betrifft aber nicht nur die Schäden in Millionenhöhe, die das Unwetter an der Freizeitanlage hinterließ. Nach 24 Jahren im Betrieb "besteht enormer Bedarf, dass etwas gemacht werden muss", so der Bürgermeister auf Anfrage von Stadträtin Mariechen Bang (CDU) und zählte auf: Technikbereich, das hintere Becken herrichten, das Babyplanschbecken sanieren, das Pflaster der Gehwege erneuern, Spielplatz "maßvoll ergänzen" neue Einfriedung, neuer Sichtschutz Richtung Klein-Vogtland und den Beachvolleyballplatz aufwerten. Zudem soll laut Schmidt geprüft werden, ob in einem Becken eine Rutsche angebracht werden kann. Ein Schwimmmeisterturm zur Übersicht über beide Becken sowie die Idee, auf dem Dach des früheren Hallenbads Solarmodule zur Wassererwärmung zu installieren, stehen auf dem Wunschzettel.

Mariechen Bang (CDU) fühlte sich vom Vorstoß etwas überfahren. "Aus meiner Sicht ist das zu früh", wollte sie erst eine Prioritätensitzung für städtische Großinvestitionen, die laut Schmidt im nächsten Hauptausschuss Thema wird. Zudem befürchtete sie, dass aus dem Stadtumbauprogramm zu wenig Geld in den Stadtkern fließt. Der Bürgermeister widersprach und schloss kurz die Öffentlichkeit aus, um im Detail zu informieren. Danach hob auch Bang für das Vorhaben die Hand. Auf ihren Antrag soll im nächsten Stadtrat der Investitionsplan bis 2022 vorgelegt werden.

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