Oberzwotas Team I sticht bei Körbe-Gaudi alle anderen aus

Das Team Feuerwehr I hat den Vereinswettbewerb zur Zwotaer Kirmes gewonnen. Bis Sonntagabend gab es Musik, Tiere, Pilze und noch viel mehr.

Zwota.

Ein Frühschoppen ist Männersache. Na gut, im Festzelt zur Zwotaer Körbe saßen auch einige Frauen an den Tischen. Aber was das Nageln mit Hammer und Eisenstift betrifft - wirklich eine Domäne der Männer. Immerhin 14 Zweierteams meldeten sich für das 1. Zwoticher Wettnageln an, nach Bierkrugweitschieben, Kuhwettmelken und Holzwettsägen in den Vorjahren die diesmal ausgetragene Gaudimeisterschaft am Körbe-Sonntag.

Sie hatte natürlich ihre Tücken, wie hätte es auch anders sein können. Beim Vorausscheid ging es noch geradezu sanft zu: Zwei Teams gegeneinander, wer innerhalb von 45 Sekunden die meisten 130er-Nägel in den Stamm schlug, qualifizierte sich für das Viertelfinale. Mit 22 Nägeln setzten Thomas Wagner und Bernd Hinkeldai als Team Fischereiverein Zwota eine bemerkenswerte Duftmarke und schafften es letztlich bis ins Halbfinale. Wie auch die beiden Teams der Freiwilligen Feuerwehr Oberzwota und Hütte 3 mit David Körner und Alexander Frank. Das allein nötigte allen Duos Respekt ab, denn ab dem Viertelfinale ging es darum, zwei 210er-Nägel möglichst schnell und korrekt im Holz zu versenken. Wer darauf gewettet hätte, dass im Finale beide Teams der Freiwilligen Feuerwehr Oberzwota das 30-Liter-Fass Siegerbier mit sage und schreibe 270er- Eisenstiften unter sich ausnageln, wäre bestimmt mit einem satten Gewinn nach Hause gegangen. Daniel Meinel und Mario Schuster als Team 1 zeigte ihren Mitkameraden Jens Meinel und Christian Schuster in eindrucksvoller Manier, wo der Hammer in Oberzwota hängt. Was wiederum nicht so wichtig ist, denn das Bierfass bleibt ja in der Wehr...


So lautstark wie beim Wettnageln ging es in der ehemaligen Denk-Brauerei nicht zu. Dafür umso internationaler, zumindest was Namen betrifft: Blaue Wiener, Zwerg-Dresdner, Alaska, Rheinische Schecken, Araucana, Maran, Thüringer, New Hampshire und Vogtländische Weißkopf-Trommeltauben. Präsentiert wurde eine kleine, aber rassige Auswahl an Hühnern, Tauben und Kaninchen von Mitgliedern des Geflügelzuchtvereins Zwota-Zechenbach und des Rassekaninchenzüchtervereins Klingenthal. "Heute geht es nicht um Punkte, Prädikate und Pokale. Wir wollen mit dieser Werbeschau auf unser Hobby aufmerksam machen. Vielleicht gewinnen wir ja diesen oder jenen, sich in seiner Freizeit auch mit Tieren zu beschäftigen", so Lisa Steiniger, Jugendbeauftragte der Geflügelzüchter. Obwohl der Festtrubel vor allem am Hammerplatz über die Bühne ging, blieben die Züchter nicht unbemerkt, was sie sehr freute.

Apropos Bühne: Hier war an den drei Körbe-Tagen Musik Trumpf. Die Bands Karo, OB live und MSTe sorgten jeweils an den Abenden für eine zünftige Tanzstimmung und gute Laune. Samstagnachmittag traten Jungen und Mädchen der Kita Zwoticher Waldwichtel, die Mundharmonikaspatzen Klingenthal und die Uhus mit einem Programm auf, gestern spielten die Wernesgrüner Blasmusikanten. Und wer bereits zum Auftakt am Freitag den Auftritt des Kindertheaters Theatrelli und des Theaterdorfes Zwota mit dem Stück "Die Zeit drängt" verpasste, der war selbst dran schuld.

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