Zur Reha Hilfe gegen Depression im Alter

Elsteraner Klinik Dekimed hat Therapiekonzept erarbeitet

Bad Elster.

Depressionen gehören neben der Demenz zu den häufigsten psychischen Krankheiten im Alter. "Viele ältere Patienten die zur Rehabilitation in unsere Klinik kommen, leiden auch unter depressiven Erkrankungen. Das Konzept zur Therapie entstand aus dem Bedarf diesen Patienten zu helfen und Wege aus der Altersdepression zu finden", berichtet Chefärztin Anke Wißgott (Foto) von der Klinik für Integrative Medizin und Naturheilverfahren (Dekimed) Bad Elster.

"Depressive Erkrankungen im Alter werden selten oder erst spät diagnostiziert und damit häufig nicht ausreichend behandelt. Ältere depressive Menschen fallen eher auf durch Klagen über körperliche Beschwerden wie Schmerzen, Krankheitsbefürchtungen, Sprech- und Denkhemmung, Konzentrationsstörung sowie über Gedächtnisstörungen", macht die Chefärztin aufmerksam. Häufig würden diese Altersdepressionen durch innere Probleme auf Grund bestimmter Veränderungen im Leben, etwa Vereinsamung durch Verlust des Partners, aber auch wenn die Enkel nicht mehr versorgt werden müssen entstehen.

Das im Frühjahr erstellte Therapiekonzept soll Betroffenen helfen, wieder eine Lebensqualität zu gewinnen. "Das geschieht durch aktive und passive Therapien, wie zum Beispiel Bewegung in Form von Frühsport, Seniorenturnen oder auch Wassergymnastik. Ebenso zählen auch Entspannung, Gedächtnistraining und vor allem themenkonzentrierte Gesprächsgruppen zur Krankheitsbewältigung zum Therapiekonzept, das sowohl Einzel- als auch Gruppentherapien umfasst", erklärt Anke Wißgott. Besonders hilfreich sei dabei ein Austausch untereinander, der das Gefühl geben soll, nicht allein zu sein. Auch Übungen in der Ergotherapie für die Gelenke und vor allem dem Konzentrationstraining bewähren sich und wirken sich gut auf das anschließende Leben zu Hause aus.

"Auch die in unser Klinik seit längerer Zeit bestehende Trauerbewältigung in der Gruppe hat sehr viele positive Resultate erzielen können", hebt die Chefärztin abschließend hervor.

00 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.