AWG erwägt Klage gegen Landkreis

Abfallgebühren steigen - Leerungsrhythmus macht Großvermietern Sorgen

Plauen.

Die AWG Wohnungsgenossenschaft Plauen rechnet mit deutlich steigenden Kosten für die Abfallentsorgung. Insbesondere betreffe das den Restabfall mit durchschnittlich 56 und den Bioabfall mit 53 Prozent Mehrkosten, wie die Vorstandsvorsitzende Carolin Wolf in ihrem Bericht vor der AWG-Vertreterversammlung im Restaurant des Möbelhauses Biller bekanntgab. Dabei handelt es sich um Durchschnittswerte, die für die einzelnen Wohnanlagen unterschiedlich ausfallen dürften. Die AWG müsse diese Kosten auf ihre Mieter umlegen.

Die Einführung des vereinheitlichten Müllkonzepts im Vogtlandkreis verlief bislang konfliktreich. Carolin Wolf bezeichnete die neue Satzung als Ärgernis. Versuche der Großvermieter, Verbesserungen im Sinne der Gesellschaften und ihrer Mieter zu erreichen, seien gescheitert, erklärte die Vorstandsvorsitzende. Müllausschuss, Landrat, Landesdirektion Sachsen: Am Ende habe die Kreisbehörde ihre Vorstellungen umgesetzt und Belange der Großvermieter kaum berücksichtigt.


Die AWG habe aus dieser Situation heraus etliche Stellplätze erweitert, um Platz für mehr Müllbehälter zu schaffen. "In vielen Fällen ging das, es ist aber nicht überall möglich", erklärt die Vorstandsvorsitzende. Bei Ortsbegehungen will die AWG die Kreisbehörde von der Notwendigkeit wöchentlicher Leerungen überzeugen. Falls keine tragfähigen Lösungen erreicht werden, werde die AWG Klage beim Verwaltungsgericht einreichen.

Ursprünglich sollte die in Plauen praktizierte Möglichkeit wöchentlicher Entleerung der Abfallbehälter bestehen bleiben, doch nun will der Kreis nur alle zwei Wochen Müllfahrzeuge schicken. Eine Übergangsregelung endet am 30. September. Landrat Rolf Keil (CDU) argumentiert: "Der 14-tägliche Leerungsrhythmus hat sich im Altlandkreis über 20 Jahre bewährt." (ur)

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