Beifall in Elsterberg: Geld für gestohlene Pyramidenfigur da

Der Elsterberger Gewerbeverein hat im Burgkeller seinen Neujahrsempfang gefeiert. Im Mittelpunkt stand auch die Entwicklung der Stadt.

Elsterberg.

Dem Fußball sei's gedankt. Auf seinem Neujahrsempfang versteigerte der Elsterberger Gewerbeverein zwei Karten für das Bundesligaspiel zwischen Bayern München und RB Leipzig. Fleischer Christian Seidel, Inhaber der Fleischerei Leistner, bot am meisten. Über den Erlös von insgesamt 350 Euro können sich die Kleingeraer besonders freuen, denn das Geld wird für den Ersatz der kürzlich in Kleingera gestohlenen Pyramiden-Figuren verwendet. Auch die Fußballkarten nahm der Fleischer nicht selbst. Er schenkte sie den Kickern des Elsterberger Ballsport-Clubs.

Eine Aktion, für die es Applaus gab. Auch in diesem Jahr will der Gewerbeverein, der Gastgeber des Neujahrsempfangs, dazu beitragen, dass der Ort attraktiv bleibt und Bonuspunkte bei den Einwohnern sammelt. Neben dem Brunnenfest werde es wieder ein gemeinsames Osterschmücken auf dem Marktplatz geben. Auch zum Ruinenfest Ende August wollen sich die Vereinsmitglieder einbringen: diesmal wieder auf dem Areal der Burgruine, die gerade saniert wird, so Gewerbevereins-Vorsitzender Sven Haller.

Bürgermeister Sandro Bauroth (FDP) sprach über Investitionen. Im Mittelpunkt stand die Burgruine. Ende vorigen Jahres wurde ein Investitionspaket über rund zwei Millionen Euro geschnürt. Das Geld stammt aus Förderprogrammen von Bund und Land, der Eigenanteil der Stadt beläuft sich auf rund 200.000 Euro. Bis Ende 2021 müssen die Maßnahmen abgeschlossen sein. "Für diesen Glücksfall gibt es keine Alternative", so Bauroth. Priorität haben zudem die Ersatzbeschaffung eines Feuerwehrfahrzeuges, die Sanierung der Kita "Zitronenbäumchen" sowie der Neubau der Noß-witzer Brücke. Als Alternative für den geplanten Sporthallenbau sieht Bauroth einen Anbau an die bereits bestehende Halle im Elsterberger Schulkomplex. Ein Neubau koste rund vier Millionen Euro, der Anbau wäre bei einer 80-Prozent-Förderung preiswerter. Die Rede war von einer Million Euro.

Nach der Premiere im Vorjahr vergab der Gewerbeverein erneut einen Bürgerpreis. Über die Auszeichnung und 500 Euro freute sich die "Görschnitzer Hausmeister AG" von Horst Buchwald und Siegfried Stark. Seit sie Rentner sind, haben sie bei etlichen Projekten im Elsterberger Ortsteil mitgeholfen. Unter anderem brachten sie das alte Feuerwehrgerätehaus und den Dorfteich auf Vordermann. Zur Arbeitsgruppe gehören fünf Ruheständler.

Während einer Spendenaktion im Saal kamen 700 Euro zusammen für den Feuerwehr-Förderverein.

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