Der Neue an der Pirk will auch Weischlitz ins Boot holen

Mit Christian Seidel hat ein neuer Verantwortlicher das Ruder in der Naherholungsgesellschaft am Stausee übernommen. Welche Herausforderungen er anpacken will.

Oelsnitz/Weischlitz.

Aufbruch-stimmung an der Talsperre Pirk: Christian Seidel ist der neue Geschäftsführer der Naherholung Talsperre Pirk GmbH. Der 29-Jährige hat die Aufgaben von Ilona Kühner übernommen, die Ende Januar in den Ruhestand ging. Kühner stand 16 Jahre an der Spitze der Gesellschaft. "Das Amt ist durch ihre Hände gegangen", würdigte Friedrich Pfand, Vorsitzender des Verbandes Naherholung Talsperre Pirk, Dachverband der Vereine am Stausee.

Christian Seidel, der aus Plauen stammt und in Weischlitz wohnt, hat Technisches Management an der Berufsakademie Plauen studiert. Als technisch-kaufmännischer Angestellter stand er zuletzt in Diensten der Plauener Wohnungsbaugesellschaft. Der Dreiklang aus betriebswirtschaftlichem Wissen, technischem Verständnis und kommunikativen Fähigkeiten habe für ihn den Ausschlag gegeben, so Pfand. Christian Seidel reizt die neue Herausforderung. Die Ausschreibung habe ihn direkt angesprochen. "Ich möchte gestalten und meine Ideen hier einbringen", sagt er. Zudem bezeichnet er sich selbst als "heimatverliebt". Bisher war die Talsperre Pirk für ihn vor allem Freizeitbereich, jetzt hat er die Chance, die Dinge dort voranzubringen. Was schon absehbar ist: Auf dem Spielplatz wird sich etwas tun. "Ein neues Spielgerät kommt", sagt er. "Wichtigstes Ziel ist jedoch die Neugestaltung der Toilettenanlage an der Rezeption", so der neue Geschäftsführer. Dieses Thema steht an der Talsperre seit Jahren, aus eigener Kraft konnte die GmbH den Bau bislang jedoch nicht realisieren. Um Fördergeld beantragen zu können, sollen deshalb die Kommunen wieder mit ins Boot. "Wir sind nicht nur an einer Zusammenarbeit interessiert, wir wollen eine Partnerschaft." Neben Oelsnitz sei auch Weischlitz angesprochen. Termine mit den Bürgermeistern, aber auch Vertretern der Landestalsperrenverwaltung stehen an.

Christian Seidel wird an der Talsperre vielseitig gefragt sein. Das Team ist klein - vier Mitarbeiter sind es im Winter, acht im Sommer. Die Saisonkräfte halten auch weiterhin zur Stange. Die Mitarbeiter kümmern sich um den Touristencampingplatz und sind Ansprechpartner für die 440 Dauercamper in den sieben Vereinen an der Talsperre. Viele kommen von außerhalb des Vogtlands an die Pirk und halten ihr seit vielen Jahren die Treue. Momentan läuft ein Generationswechsel.

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