Elsterberg verkauft keine Wohnungen

Stadtrat erteilt der Veräußerung eine Absage

Elsterberg.

Rolle rückwärts im Ortsteil: Die fünf kommunalen Wohnungen, die die Stadt Elsterberg noch in Coschütz besitzt, werden nun doch nicht verkauft. Nach erneuter lebhafter Debatte hat sich der Stadtrat gegen einen Verkauf unter Einhaltung der Verwaltungsvorschrift kommunale Grundstücksveräußerung entschieden. Dabei hatte der Bauausschuss den Verkauf empfohlen.

Ins Rollen kam die Sache, weil ein potenzieller Käufer Interesse an den Wohnungen gezeigt hatte. Auf Anfrage der Stadtverwaltung konnten sich drei Mieter aber ebenfalls vorstellen, ihre Wohnungen zu erwerben. Der Ortschaftsrat Coschütz war dafür, diesen Mietern ihre Wohnungen zu verkaufen und die zwei übrigen noch einmal öffentlich unter Einhaltung der Verwaltungsvorschrift auszuschreiben.


"Wir können keinen zweigleisigen Verkauf durchführen", sagte jedoch jetzt Bürgermeister Sandro Bauroth (FDP). Es müsse nach der geltenden Vorschrift ablaufen: alle Wohnungen öffentlich ausschreiben, dem Höchstbietenden den Zuschlag erteilen, und dann alle Mieter mit Vorkaufsrecht fragen, ob sie innerhalb von acht Wochen ihre Wohnungen zu diesem Preis selbst erwerben wollen. Das Vorkaufsrecht gelte aber nur für einen der Mieter, so Bauroth weiter.

Axel Markert (SPD) war dafür, erst mal Kosten und Einnahmen, welche die Wohnungen verursachen, einander gegenüber zu stellen. Ohne Not solle man die Wohnungen nicht veräußern, fand er. Doch wie der Bürgermeister erklärte, sind alle Wohnungen modernisierungsbedürftig - die gebildete Rücklage der Stadt reiche aber dafür nicht aus.

Am Ende stimmten die Bürgervertreter mehrheitlich gegen einen Verkauf. (em)

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