Eltern verhindern neue Straße an Kita

Das Rathaus hat jetzt die Pläne für die Elsteraue überarbeitet. Eltern der Kindertagesstätte Sonnenblume hatten darum gekämpft. Sie werten den nun gefundenen Kompromiss als Erfolg.

Plauen.

Mehr als 100 Väter und Mütter von Kindern der Kindertagesstätte Sonnenblume in der Elsteraue haben verhindert, dass neben der Einrichtung eine Zufahrtsstraße für den zweiten dort geplanten Kindergarten gebaut wird. Statt einer neuen Trasse von der Färberstraße aus strebt die Stadtverwaltung jetzt eine Zufahrt von der Hofwiesenstraße an. Genauso hatten es die Eltern in der Versammlung mit den Verantwortlichen dieses Bauprojektes am 21. März im Rathaus vorgeschlagen.

"Es gab zwei Gesprächstermine in kleinerer Runde, woran mehrere Elternvertreter, die Leiterin des Kindergartens, die projektverantwortlichen Mitarbeiterinnen und ich teilgenommen haben", teilte Bürgermeister Levente Sárközy auf Anfrage mit. Trotz der Änderungen würden die städtischen Entwicklungsziele berücksichtigt.

Die Eltern befürchteten starken Fahrzeugverkehr mit mehr als 300 Autos am Tag - direkt an der Kita Sonnenblume vorbei. Das bedeute zusätzlichen Lärm und zusätzlichen Dreck und damit eine zusätzliche Gefährdung für die Gesundheit der Kinder, hatte Eltern-Sprecherin Stephanie Fonfara in der Versammlung erklärt. Um die Forderung nach einer Planänderung zu bekräftigen, wurde eine Unterschriftenliste mit mehr als 100 Namen vorgelegt. Jetzt soll der Plan also geändert werden.

Bei solchen umfassenden Projekten wie der Umgestaltung der Elsteraue seien derartige Änderungen "die Regel", sagt der Baubürgermeister. "Der städtebauliche Rahmenplan aus dem Jahr 2016 wird deshalb, wie von der SPD/Grüne Stadtratsfraktion bereits beantragt, fortgeschrieben und in der kommenden Stadtratssitzung am 4. September zur Beschlussfassung vorgelegt", informiert er. Eine erste öffentliche Vorberatung soll in der Sitzung des Stadtbau- und Umweltausschusses am nächsten Montag erfolgen.

In dem Rahmenplan ist lediglich der Bau eines Fuß- und Radweges von der Färberstraße aus entlang des Kita-Geländes vorgesehen. Den kann bei Bedarf auch die Feuerwehr nutzen. Ein etwa vier bis fünf Meter breiter Streifen werde deshalb weiterhin vom Außengelände "Sonnenblume" für die Wegeanbindung gebraucht "Es entsteht jedoch kein Flächendefizit, da im hinteren Gartenbereich der Flächenverlust kompensiert wird", versichert Sárközy.

Die Eltern und die Leitung des Kindergartens sind über diese Lösung bereits informiert. Falls eine zweite öffentliche Versammlung gewünscht wird, so wie im März angekündigt, sei das Rathaus dazu bereit. Der Projektleiter der Gebäude- und Anlagenverwaltung (GAV) der Stadt werde über mögliche Einschränkungen durch die Bauarbeiten informieren.

"Es war sehr konstruktiv", lobt Stephanie Fonfara die Rathausmannschaft. "Der Bürgermeister war auch mit mehreren Mitarbeitern mehrmals gemeinsam mit uns vor Ort", berichtet die Plauenerin weiter. Mit dem Ergebnis sei man einverstanden.

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