Großzöbener Kindergarten wird bunter

Prinzessin und Mähdrescher, Baumhaus und eine Burg tummeln sich jetzt auf der Mauer hinter der Kindertagesstätte. Die Vorschulkinder wurden zu kleinen Künstlern und hinterlassen ein großes buntes Bild.

Großzöbern.

Kunst und Kultur für Kinder erlebbar machen im ländlichen Raum. Das war das Ziel der Kindertagesstätte Burgsteingeister in Großzöbern mit Graffiti-Künstler André Wolf in einer gemeinsamen Aktion. Es handelte sich um ein Modellprojekt der Netzwerkstelle kulturelle Bildung des Kulturraumes Vogtland-Zwickau mit dem Namen "Jeder Kita einen Künstler". "Wir haben uns an André Wolf gewandt, er war uns gut bekannt durch die Vater-Sohn-Aufsteller in Plauen", berichtet Kindergartenleiterin Heidi Jarzina. Und der kam eine Woche lang in die Kindereinrichtung.

In dieser Zeit verschönerten Kinder und Künstler eine Begrenzungsmauer im Außengelände der Kindereinrichtung, im Hof, wo sich die Mädchen und Jungen gerade jetzt in der warmen Jahreszeit gerne aufhalten. Zuerst wurde die ganze Wand geputzt und der Hintergrund versiegelt, als Hintergrund wurden Wiese und Himmel gemalt. "Am ersten Tag haben wir Ideen gesammelt und auf Papier gemalt", so André Wolf. Jeder konnte nach seiner Fantasie malen, was ihm gefällt. Da staunten selbst die Erzieherinnen und auch der Künstler, was den Kindern alles einfiel: Mähdrescher, Baumhaus, Vögel, Prinzessin und eine Pferdekutsche. In die Mitte malte Wolf eine Burg mit Geistern. Die ausgeschnittenen Bilder wurden dann zu einem großen langen Bild zusammengelegt, welches als Vorlage für die bunte Wandbemalung diente. Inzwischen ist es fertig, und die Vorschulkinder sind mächtig stolz auf ihr Werk, welches sie dem Kindergarten auch als Andenken hinterlassen.


Bis zu 60 Kinder aus dem gesamten Burgsteingebiet besuchen die Kindereinrichtung. Einst aus einem Erntekindergarten entstanden, wurde die Einrichtung seit 1956 als ständige Einrichtung geführt. Krippenkinder ab einem Jahr werden in Großzöbern schon seit DDR-Zeit betreut. Aufgrund der ländlichen Umgebung der Einrichtung liegt der Schwerpunkt im Bereich Natur, sodass viel rausgegangen wird. Voriges Jahr entstanden ein Balancierbalken und eine Maltafel im Garten, davor hieß es "Ab ins Beet" mit Kräuterbeeten, die angelegt wurden.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...