Plastik zieht in Jößnitz ihre Bahnen

Auflösung Fotorätsel 1173: Zur Schuleinweihung 1975 steuerte Bildhauer Hannes Schulze den "Großen Schwimmer" bei.

Jößnitz.

Nach einer alten Weisheit hat Bildhauer Hannes Schulze seine Plastik gestaltet, die seit der Einweihung der damals neuen Schule in Jößnitz vor dem Eingang steht. Das war 1975 und die Schule wurde nach dem Spanienkämpfer Hans Beimler (1896-1936) benannt. Seit der Wende ist es die Grundschule Jößnitz. Einige frühere Schüler können sich noch erinnern, dass sie in der Zeit davor oben im Schlossgelände im Jägerhaus auf den Schulbänken saßen, bevor der Neubau an der Gerhart-Hauptmann-Straße errichtet wurde.

Nach der Lebensweisheit "Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Sobald man aufhört, treibt man zurück" hat der Bildhauer seine Betonplastik "Großer Schwimmer" als geeignetes Thema für ein Kunstwerk vor einer Bildungseinrichtung gewählt. In der Literatur finden sich viele Autoren dieser Weisheit (Laotse, Benjamin Britten, Brecht), auf die dieser Spruch original oder abgewandelt zurückgeht. Er hatte und hat aber zu allen Zeiten Gültigkeit.

Jößnitz ist seit dem 1. Januar 1999 ein Stück von Plauen geworden und damit auch Röttis, das 1969 zu Jößnitz kam und Steinsdorf, das 1993 nach Jößnitz eingemeindet wurde. Somit grenzt die Stadt Plauen auf Steinsdorfer Fluren bei Cossengrün an den Freistaat Thüringen.

Der Dorfname Jößnitz "erscheint nach der Besitzergreifung durch deutsche Siedler als Jezenicz (1263), aber bereits von 1244 liegt die Bezeichnung des Dorfbaches vor, die dann auf den Ort übertragen wurde. Das altsorbische Wort Jasenica bedeutet Eschenbach".

Es gibt ein oberes und ein unteres Jößnitz. Das ehemalige Dorf bekam durch den Bau der nahen Eisenbahnlinie im Jahre 1902 die Möglichkeit, einen Haltepunkt einzurichten, was zum Bau des Bahnhofshotels führte, das noch zu DDR-Zeiten als FDGB-Ferienheim einen guten Ruf hatte. Das Haus bröckelt heute dahin. Um den Bahnhof, der eigentlich nur ein Haltepunkt ist, entstand nach dem Eisenbahnanschluss ein Villenviertel im Gegensatz zu den Gehöften rund um die Kirche, die von 1755 stammt.

Gewonnen hat Sylke Sinke aus Theuma. Sie kann sich den Roman "Eriks Zimmer" in der Redaktion der "Freien Presse" am Postplatz 7 in Plauen abholen.

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