Umzug der Modellbahnschau in neues Domizil bewährt sich

Viel zu schauen und auch manches zu hören gibt es zur Modelleisenbahnausstellung in Mühltroff. Und wer ganz genau hinschaut, kann das versteckte Bernsteinzimmer entdecken.

Mühltroff.

Die Mühltroffer Modellbahnfreunde stellen derzeit erstmals im Bürgerhaus, bekannt auch als Schützenhaus, in Mühltroff aus. Neun Anlagen sind zu sehen. "Wir können nun alles in einem Raum zeigen, für die Besucher geht es nur eine Treppe hoch, der Parkplatz ist groß", sagte Rainer Fischer von den Mühltroffer Modellbahnfreunden. Die wöchentlichen Treffen der Eisenbahnfans finden nach wie vor im Schloss statt, wo man vier Arbeitsräume hat. "Wir sind acht Mitglieder, treffen uns immer freitags. Über neue Mitstreiter freuen wir uns."

Das Interesse für die Schau am neuen Ort war groß. Eltern oder auch Großeltern zeigten Kindern die ratternden, blinkenden kleinen Züge, die Runde für Runde drehten. Carmen Rahmig aus Schwand hatte ihren Enkel Niklas, der in Dresden wohnt, mitgebracht. Auf einem Hocker stehend, um auch alles betrachten zu können, ging es von Anlage zu Anlage. "Ich selbst habe schon als Kind gerne Modelleisenbahnen angeschaut", brachte Rahmig ihrem Enkel die Faszination der Minizüge nahe. Aus Tobertitz ging Enrico Thum mit Töchterchen Lina in der Schau auf Entdeckung.

Kleine Knöpfe konnte man an der digitalen TT-Clubanlage der Mühltroffer - mehr als vier Meter lang und 1,20 Meter breit mit sieben Zügen - betätigen. Dann musste man genau hinschauen, um den Mini-Forstarbeiter zu sehen, der die Säge ansetzte und einen Baum zum Fallen brachte. "Die Schaukel haben wir ein bisschen hinter Bäumen versteckt, weil die Frau nichts anhat", meinte Rainer Fischer lachend. Nächste Effekte waren der Brunnen auf dem Marktplatz des Städtchens, aus welchem bei Knopfdruck Wasser zu sprudeln schien, und ein anscheinend brennendes Haus. "Das ist mit Flackerlichtern versehen", erklärte Fischer. Beim geheimnisvollsten Effekt ging es ins Innere des Berges hinein. "Hier führt der Weg entlang", zeigte Modellbahnbauer Daniel Urban auf ein paar Minimenschen, die sich entlang des Steinbruches auf ein Tor im Berg hin zu bewegen schienen. Sie wollen zum Bernsteinzimmer. Der Betrachter indes sieht auf Knopfdruck eine Kammer mit glänzendem Edelstein. "Alle Welt sucht das Bernsteinzimmer", so Daniel Urban verschmitzt. "Wir haben es in Mühltroff." Durch den Umbau vor etwa zwei Jahren auf digitale Technik haben sich mehr Möglichkeiten ergeben. "Es sind mehr Funktionen möglich." Das Begrünen der Anlagen obliegt bei den Modellbauern Marcel Patzer, die Landschaften gestaltet Kay Merx.

Eine zweite Club-Anlage N mit einer angedeuteten Berglandschaft befindet sich noch zur Hälfte im Aufbau, die Züge fahren indes schon. Hier kann man sehen, wie eine Anlage tatsächlich aufgebaut wird: erst der Grundaufbau mit den Gleisen, dann Gewebe und Bauschaum. "Als Nächstes wird alles vergipst", sagt Kay Merx. Dann kommen die Beleuchtung, das Begrünen, Straßen und alles andere hinzu.

Gastaussteller in Mühltroff kommen aus Schleiz, Plauen, Kürbitz und Hohenstein-Ernstthal.

Am Wochenende, 16. und 17. März, wird nochmals zur Modelleisenbahnaustellung im Bürgerhaus (Schützenhaus) Mühltroff eingeladen. Von 10 bis 17 Uhr ist geöffnet. Ein kleiner Imbiss wird gereicht.

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