Vorhang auf für neue Spielzeit: Im Theater brechen bessere Zeiten an

Das Theater Plauen- Zwickau hat zur Spielzeiteröffnung einen Ausblick auf sein Programm bis Sommer 2020 geboten. Erste Höhepunkte stehen kurz bevor. Neben neuen Schauspielern gibt es auch ein Wiedersehen mit Publikumslieblingen.

Plauen.

Die Schauspielerin Julia Hell gehört seit drei Jahren zum Ensemble der vereinigten Bühnen von Zwickau und Plauen. Am Freitag hat sie für ihre Vielseitigkeit, ihr schauspielerisches Können und nicht zuletzt für ihre Ausstrahlung den erstmals vergebenen und mit 500 Euro dotierten Edith-Löwel-Preis bekommen. Mit der Auszeichnung wollen Plauener Bürgerstiftung und Theaterförderverein junge Künstler fördern.

Der Bürgerstiftung ist vor einiger Zeit das Kapital der einstigen Löwelstiftung zugegangen. Löwel war ein Förderer der Stadt und des Theaters. Der bisher vergebene Theaterpreis für langjährig beschäftigte Künstler und Mitarbeiter werde weiter vergeben, versicherte Friedrich Reichel vom Förderverein.

Julia Hell zeigte ihr Können in der am Freitagabend mit einer Gala gestarteten Spielzeit mit einer Kostprobe aus der Komödie "Wir sind auch nur ein Volk". Die Vorlage dazu stammt von Jurek Becker. Premiere ist am 5. Oktober, also kurz nach dem Tag der deutschen Einheit. Im Stück geht es um eine typisch ostdeutsche Familie, die als Studienobjekt ausgewählt ist und dem bei ihr einquartierten Autor alles Mögliche vormacht, um weiter Geld für Einquartierung und Studie zu bekommen.

Ein Ausnahmetalent ist auch der als "Artist in Residence" verpflichtete Pianist, Jazz-Schlagzeuger und Dirigent Frank Dupree. "Er ist Gewinner des Opus-Klassik-Preises", machte Generalmusikdirektor Leo Siberski aufmerksam. Im 1. Sinfoniekonzert am 27. September unter dem Titel "Willkommen, Frank Dupree", wird er als Dirigent, Solist am Klavier, am Vibrafon und am Schlagzeug mitwirken.

Johanna Franke stellte als neues Mitglied des Schauspielensembles einen frechen Text über zwischenmenschliche Beziehungen vor und erntete dafür viel Applaus im gut besuchten Theater. Sie wirkt in "Die bessren Zeiten sagen Guten Tag" mit. Das Programm aus Prosa, Lyrik und Songs über die Wende 1989 wurde zusammengestellt von Generalintendant Roland May und hat am 3. Oktober im Löwel-Foyer Premiere, das mit neuen Tischen und Stühlen ausgestaðttet ist.

In der Gala gaben auch Gerrit Maybaum, Alexander Bräutigam und Sabrina Pankrath als neue Schauspieler am Haus Kostproben ihres Könnens. Ein Wiedersehen gibt es im Januar im Musical "Das Lächeln einer Sommernacht" mit Sandrine Guiraud. Die eingängige Melodie ihres Liedes ging den Theaterfreunden bereits am Freitag unter die Haut. Dafür gab es viel Beifall.

Einen ähnlichen Eindruck hinterließ das Ballett mit einem Ausschnitt aus "Giselle". Elfenhafte Wesen tanzen darin jeden zu Tode, der sich ihnen nähert. Das romantische Tanzstück erlebt bereits am Freitag seine Premiere.

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