Warnstreik bei der Plauener Straßenbahn

Am Dienstag muss in Plauen mit erheblichen Behinderungen im öffentlichen Nahverkehr gerechnet werden.

Plauen. Wer auf die Straßenbahn angewiesen ist, muss sich für Dienstag eine Alternative suchen. Denn rund 100 Mitarbeiter der Plauener Straßenbahn GmbH wollen in den Warnstreik treten. Schon ab 3 Uhr morgens, pünktlich zur ersten Schicht, legen sie die Arbeit nieder. Es muss also mit erheblichen Behinderungen gerechnet werden. "Wir werden schauen, wie lange der geplante Warnstreik anhält. Sicher nicht den ganzen Tag", sagte Sven Vogel, Sekretär der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi), auf Nachfrage von "Freie Presse".

Der Streik findet bundesweit statt. Verdi hat dazu aufgerufen, um die die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zu verbessern. Es gehe speziell um die Aufnahme von Tarifverhandlungen und um das Ende von Ungleichbehandlung in den Bundesländern. Die Gewerkschaft fordert künftig einheitliche Sonderzahlungen und 30 Tage Urlaub, "sonst kann die Verkehrswende angesichts des Fachkräftemangels nicht gelingen", heißt es.

Verdi-Sekretär Vogel wies darauf hin, dass man wegen Corona aktuell kein Risiko eingehen wolle. Es werde daher keine Betriebsversammlung geben.

In Sachsen und somit auch in Plauen stehen unter anderem Verhandlungen zur Reduzierung der Wochenarbeitszeit von aktuell 39 auf 38 Stunden im Fokus. Ebenso gehe es laut Gewerkschaft um eine "spürbaren Gehaltsanhebung" und Extrazahlungen für langjährig Beschäftigte.

Wie das Plauener Verkehrsunternehmen mitteilte, komme es nur zu Ausfällen bei den Trams. Die Stadt- und Nachtbuslinien seien nicht betroffen. Man sei bemüht, den Linienverkehr der Bahnen so schnell wie möglich wieder aufzunehmen. (sasch/bju)

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