Welche Ideen für eine Eisbahn haben Sie?

Auf der Liegewiese im Haselbrunner Stadion könnten Freizeitsportler im Sommer mit Rollschuhen und im Winter auf Kufen ihre Runden drehen. Die Diskussion über eine Eisbahn kommt erneut in Gang.

Plauen.

Das Freibad in Haselbrunn kennt Bernd Krüger von Kindesbeinen an. Seit dem Umbau gibt es dort viel weniger Wasserfläche, dafür mehr Grün, weiß Krüger: "Wo die Nichtschwimmerbecken waren, könnte die Eislaufbahn Platz finden, von der in der Stadt schon lange gesprochen wird", so sein Vorschlag. Die große Liegewiese zwischen Imbiss und Wasser brauche eigentlich niemand: "Es gibt ja noch zwei weitere." Auch Gastronomie sei dort bereits vorhanden. Wie der "Freie Presse"-Leser sagt, könne die Sportfläche dann sogar ganzjährig genutzt werden: Im Winter von Kufenflitzern, bei kühlen Temperaturen im Sommer sowie im Herbst und Frühling als Rollschuhbahn.

Mit seinem Vorstoß greift der Plauener eine Diskussion auf, die Plauens Sport- und Kulturbürgermeister Steffen Zenner (CDU) angestoßen hat. Er brachte den Abriss der Schwimmhalle Hainstraße ins Spiel, auf dessen Areal nahe der Freizeitanlagen Syratal dann Eislauf möglich wäre.

Auch Krüger hat für seinen Vorstoß gute Argumente: "Ich denke an die zahlreichen kostenlosen Parkplätze vor der Tür. Außerdem gibt es nur wenige hundert Meter entfernt eine Bedarfshaltestelle für die Straßenbahn, wenn im benachbarten Stadion Fußballspiele sind."

Offen und gesprächsbereit sei man für Ideen aus der Bevölkerung, sagt Bürgermeister Steffen Zenner (CDU). Doch beim Thema Liegewiese rudert er zurück. Nach einem Gespräch mit Ronny Adler von den Freizeitanlagen Plauen, die das Bad betreiben, sagt Zenner: Die Wiese werde im Sommer für die Freibadgäste benötigt. "Durch die Nähe zu Becken und Spielplätzen ist diese Fläche bei Familien sehr beliebt." Außerdem gehe durch die geplante Anschaffung einer Breitrutsche ja bereits ein Teil verloren. Zenners Fazit: "Eine weitere Flächenreduzierung ist nicht möglich."

Krüger sagt, er habe selbst schon beobachtet, dass gerade in der Hochsaison viele mit ihrem Sonnenschirm nahe beim Wasser sein wollen. Er findet seine Idee trotzdem gut - besser jedenfalls als den Standort Hainstraße. Michael Hochmuth, der das nahe Freizeitgelände rund um die Plauener Parkeisenbahn betreibt, spricht sich ebenfalls klar dagegen aus. Er ist für den Standort Neustadtplatz: "Nirgends ist die Verkehrsanbindung besser, auch durch den Bahnhof Mitte." Hochmuth und sein Team arbeiteten den Sommer über. Am Wintergeschäft hat er kein Interesse: "Wir müssen uns auch mal unseren Familien widmen", sagt er. Sein Tipp für das Areal des abrissreifen Bades: "50 Parkplätze an der Stelle schaffen!"

Während Bernd Krüger, anderes als Frau und Kinder, nicht selbst auf dem Eis läuft, liebt Gabriele Bendel das Vergnügen. Käme die Attraktion, fände die Plauenerin das "megaschön". Aber ihr fehlt inzwischen der Glaube, "dass die Stadt jemals in der Lage sein wird, eine funktionierende Eisbahn auf die Beine zu stellen", schreibt sie. Sie will nicht mehr zählen, wie oft das Thema schon zur Debatte stand: "Nur heiße Luft." Greiz dagegen begann Ende der 1990er Jahre mit einer unüberdachten Spritzeisfläche, die sukzessive erweitert wurde, weiß sie.

Welche Idee haben Sie für den Standort einer Eisbahn in Plauen? Schreiben Sie an "Freien Presse", 08523 Plauen, Postplatz 7. E-Mails an red.plauen@freiepresse.de.

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