Ausbau der Reichenbacher Liebaustraße geht in die letzte Runde

Sie galt als Reichenbachs schlimmste Buckelpiste. In drei Wochen soll der 150 Meter lange Abschnitt endlich fertig sein. Doch zuvor gibt es noch eine zusätzliche Sperrung.

Reichenbach.

Sie war eine Schande für Reichenbach. Inmitten des Stadtzentrums gab es eine 150 Meter lange Straße, für die die Bezeichnung Buckelpiste eigentlich eine arge Untertreibung war. Die Liebaustraße zwischen Heinrich-Ludwig-Straße und Fritz-Ebert-Straße trug bestenfalls hier und da noch ein paar Asphalt-Reste. Ansonsten war die Fahrbahn ein Potpourri aus Schotter und Schlaglöchern. Ab 1902 hatte der berühmte Autobauer August Horch dort seine Autos getestet - vermutlich war sie damals in einem besseren Zustand.

Demnächst hätte Horch an der Liebaustraße wieder loslegen können. Die Bauarbeiten auf dem Teilstück gehen jetzt in die letzte Runde. Seit März waren die Arbeiter der UTR GmbH aus Schönbrunn dort zu Gange. Es gab viel für sie zu tun. Immerhin wurde nicht nur eine neue Straßendecke aufgezogen. Abwasserzweckverband Reichenbacher Land, Zweckverband Wasser Abwasser Vogtland sowie die Stadtwerke Reichenbach nutzten die Gelegenheit und wechseln ihre Leitungen gleich mit aus. "Grundhafter Ausbau" nennen so etwas die Fachleute. "Es ist vorgesehen, dass der Ausbau der Liebaustraße bei planmäßigem Bauablauf bis Ende August abgeschlossen wird", teilte am gestrigen Freitag Rathaussprecherin Heike Keßler mit.

Doch bevor alles gut ist, wird es für kurze Zeit noch einmal schlechter: Ab Montag ist der Kreuzungsbereich Liebaustraße/Fritz-Ebert-Straße erst einmal voll gesperrt. Der Grund: die Erneuerung des Fahrbahnbelags im Kreuzungsbereich. "In diesem Zeitraum ist das Durchfahren der Fritz-Ebert-Straße nicht möglich", so Keßler. Wie lange das dauert, steht noch nicht exakt fest. Die Vollsperrung ist in jedem Fall bis zum 28. August beantragt. Die Bushaltestellen auf der Fritz-Ebert-Straße werden für den Zeitraum der Sperrung auf die Bebelstraße verlegt. "Parallel zum Straßenbau erfolgen der Gehwegbau mit Einbau des Frostschutzes sowie das Setzen der Straßeneinläufe mit Anschluss der Drainage", ergänzt die Rathaussprecherin.

In der 35. Kalenderwoche - das wäre ab dem 24. August - rücken an der Liebaustraße dann die Asphaltmaschinen an und sorgen für eine nigelnagelneue Deckschicht. Danach sind die Zeiten der Buckelpiste endgültig vorbei. Nur eines macht die Liebaustraße dann im Winter nach wie vor zu einer Herausforderung für die Autofahrer: Das Gefälle beträgt rund 16 Prozent. Doch daran kann niemand etwas ändern.

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