Lengenfeld verzichtet auf Glyphosat

Ersatz für umstrittenen Unkrautvernichter

Lengenfeld.

Die Stadtverwaltung von Lengenfeld will ab diesem Jahr auf den Einsatz des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat verzichten. Der Wirkstoff ist oft enthalten in Totalherbiziden mit dem Handelsnamen Roundup. Glyphosat setzen auch die Landwirtschaft und der Gartenbau zur Unkrautvernichtung ein. Es ist umstritten und steht im Verdacht krebserregend zu sein.

Wie der städtische Bauamtsleiter Dirk Brandt mitteilt, verwendet der Bauhof der Stadt Lengenfeld ab der kommenden Vegetationsperiode heißen Wasserdampf zur Bekämpfung von Wildwuchs auf öffentlichen Wegen und Plätzen in Lengenfeld und allen Ortsteilen. "Die Unkrautbekämpfung funktioniert nach dem Prinzip des Dampfreinigers. Das Wasser wird auf mehr als 100 Grad erhitzt und dann unter Druck versprüht", erläutert der Bauamtsleiter die Vorgehensweise. Er geht davon aus, dass im ersten Jahr drei bis vier Behandlungen pro Fläche notwendig sein könnten. "Wir hoffen aber, dass sich danach die Behandlung auf zweimal jährlich reduziert." Der heiße Wasserdampf soll, so der Plan, nicht nur die oberirdischen Pflanzenteile vernichten, sondern auch die Wurzeln abtöten. Die Pflanzen könnten dann nicht mehr nachwachsen. (sia)

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