Streit um Strom-Autobahnen: Wo soll das Kabel hin?

Bürgerinitiativen im Vogtland fordern, auf geplante Freileitungen zu verzichten. Stattdessen soll der Strom unterirdisch fließen. In Rosenbach lehnt man dagegen selbst das ab. Mitnetz Strom testet unterdessen ein Bodenradar.

4Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 5
    1
    kartracer
    17.01.2019

    @Deluxe, warum darüber nachdenken? eine alte Weisheit besagt:
    " Der Laie weiß von Allem Nichts
    Der Spezialist weiß von Nichts Alles"
    Dem Rest dazwischen wünsche ich viel Erfolg bei ihren Denkweisheiten.

  • 0
    1
    ChWtr
    17.01.2019

    Sehr richtig den Zusammenhang zwischen Strom und Spannung widergegeben. Es gilt immer noch das Ohmsche Gesetz.

    Zwar eine Binsenwahrheit, nimmt nur keiner mehr richtig war und lamentiert bzw. faselt von neuer Technik.

    Egal, der Volksmund (hier ist nicht der Stammtisch gemeint) ist halt manchmal ein bissl sehr - wie soll ich es beschreiben - gutgläubig, um es höflich auszudrücken.

    WIR wollen ALLES, die Voraussetzungen dafür werden jedoch negiert oder nicht vollumfänglich wahrgenommen.

    Der eigentliche Konsumterror, wenn ich ihn mal so bezeichndn darf, ist das Üble an der ganzen Diskussion bzw. Problematik über sinnfreie Stromtrassen oder unzuverlässige Mobilfunknetze etc.

    Zwar immer mehr konsumieren wollen (müssen???), egal ob es notwendig ist, die Folgen jedoch nicht ausreichend berücksichtigt.

    Wir schaufeln uns als Menschheit im Ganzen doch selbst das Grab, wo wir später alle liegen. Egoisten laufen zu 90% rum. Ganz nach dem Motto: nach mir die Sintflut.

    Dabei war hier nur indirekt der Klimawandel angesprochen, denn es geht ja um Netze (...) - im Artikel Strom-Autobahn genannt.

    Ja, Netze, Netze, Netze (...) ohne sich einen Überblick zu verschaffen, was überhaupt notwendig ist und was nicht.

    Aber konsumiere (...), höher, schneller, weiter!

  • 14
    1
    cn3boj00
    17.01.2019

    Es ist schon fatal, dass alle billigen Strom haben wollen, aber niemand Leitungen will. Ich kann verstehen, dass Freileitungen über Häuser inakzeptabel sind. Dass sollte selbstverständlich sein. Ansonsten sollten Stromleitungen so wenig wie möglich die Umwelt beeinflussen, in gebotenem Abstand zur Bebauung sind Freileitungen doch kein wirkliches Problem, und in der Nähe sind Erdkabel eine Alternative. Das sollte doch geeignet zu lösen sein?
    Was die Einflüsse auf die Natur und den Menschen betrifft, so sind die Wirkungen elektromagnetischer Felder hinreichend erforscht und Grenzwerte definiert. Von "neuer Technik" kann keine Rede sein! Während elektrische Felder von der Spannung, dem Abstand und dem Material der Umgebung abhängen und man recht einfach ermitteln kann, wie groß z.B. Abstände sein müssen, sind magnetische Felder problematischer, da sie von der Stromstärke abhängen, die stark schwanken kann. Allerdings nehmen die Feldstärken schon nach wenigen Metern sehr stark ab. Allgemein kann man sagen, je höher die Spannung in Fernleitungen ist, desto niedriger die magnetischen Auswirkungen, da für die gleiche zu übertragende Leistung weniger Strom fließen muss.
    Das eigentliche Problem der Diskussion ist, dass sie unsachlich und ohne Fachwissen geführt und für politische Kontroversen ausgenützt wird. Denn Zahlen belegen, dass die Gefahr von Elektrosmog im Haushalt deutlich größer ist als durch Stromleitungen. Jedes Handy ist schädlicher als eine Stromleitung in 100m Entfernung. Aber das Handy brauchen wir, da ist es uns egal. Die Stromleitungen aber brauchen wir auch - das merken wir aber erst dann, wenn es zum Stromausfall kommt.

  • 18
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    Deluxe
    17.01.2019

    Ist es nicht ein riesengroßes Glück, daß Strom aus der Steckdose kommt?

    Da kann man sich glatt gegen neue Leitungen zur Wehr setzen, denn die braucht man ja nicht - schließlich kommt Strom aus besagter Steckdose.

    Gleichzeitig holt man sich Grüne als Unterstützer. Das sind bekanntermaßen die Leute, denen Atom- und Kohleausstieg gar nicht schnell genug gehen kann.
    Aber neue Leitungen, um die erneuerbaren Energien von Nord nach Süd zu bringen, die wollen sie auch nicht. Wozu auch? Schließlich kommt Strom ja aus der Steckdose. Wer braucht da schon neue Leitungen?

    Ach ja - und dann natürlich die geballten naturwissenschaftlichen Kenntnisse des Bürgermeister. Die wiegen freilich schwer...
    "Niemand weiß"..."Technik ist neu"..."was der Strom und das Magnetfeld mit der Umgebung machen"...
    Mal davon abgesehen, daß "der Strom" gar nichts macht, sondern er vermutlich Strom mit Spannung verwechselt. Immerhin - von elektromagnetischen Vorgängen hat er schonmal gehört.

    Genialer Bildungshorizont - genau die richtige Basis, um in diesem Deutschland an einer Position zu sitzen, die Zukunftsentscheidungen trifft.



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