Akademie erhält Stiftungsprofessur

Die Glauchauer Studieneinrichtung hat einen besonderen Kooperationsvertrag unterschrieben. Über fünf Jahre sollen Studenten davon profitieren.

Glauchau.

Wer der neue Professor sein wird, steht noch nicht fest. Die Finanzierung für diese Stelle ist jedoch schon sicher. Im Rahmen des Tages der offenen Tür an der Berufsakademie (BA) Glauchau unterzeichnete Direktor Konrad Rafeld einen Kooperationsvertrag mit der B &O Wohnungswirtschaft. Die Fördervereinbarung umfasst in erster Linie die Finanzierung einer Stiftungsprofessur. Unterstützt werden aber auch Projekt- und Diplomarbeiten sowie Exkursionen.

"Es handelt sich hierbei um eine langfristige Förderung, weil wir letztendlich die Qualität in den Studiengängen verbessern wollen", sagte Jochen Töpfer, Geschäftsführer der Chemnitzer Firma. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Bad Aibling beschäftigt über 2000 Mitarbeiter und hat in Deutschland und Österreich mehr als 30 Niederlassungen, darunter auch in Dresden. Zunächst sei die Vereinbarung auf fünf Jahre ausgelegt, könnte aber auch verlängert werden, erklärte Jochen Töpfer.

Die Höhe der finanziellen Mittel, mit denen das Unternehmen die BA Glauchau unterstützt, wollte Töpfer nicht nennen. Profitieren werden von der Förderung die Studenten der Studiengänge Bauingenieurwesen und Baubetriebsmanagement. Für die BA Glauchau ist es die erste Professur, die über Drittmittel finanziert wird. "Das die Kooperation gerade mit der B&O Wohnungswirtschaft zustande gekommen ist, ist kein Zufall", sagte Direktor Konrad Rafeld. Das Bauingenieursstudium habe in Glauchau schon lange Tradition, zudem sei die B&O Wohnungswirtschaft ein langjähriger Praxispartner.

Die zehn Studiengänge, die in den Fachbereichen Wirtschaft und Technik an der Glauchauer Studienakademie angeboten werden, sind alle dual aufgebaut und umfassen neben der wissenschaftlichen Ausbildung mehrmonatige Praxisphasen im Unternehmen.

"Mit den Studenten und Absolventen aus Glauchau haben wir schon viele gute Erfahrungen gemacht", sagte Jochen Töpfer. Von den zwölf Absolventen, die bei der Unternehmensgruppe arbeiten, sind acht in Führungspositionen. Zwölf Studenten pro Studienjahr nimmt die B&O Wohnungswirtschaft als Praxispartner auf.

Die Projekte, die durch die Finanzierung unterstützt werden, sollen sich unter anderem um das Wohnen der Zukunft drehen. "Es geht darum, Wohnungen zu schaffen, in denen Alt und Jung gerne drin leben möchte", sagte Jochen Töpfer. Die Kunst bestehe darin, die Anforderungen an eine Wohnung an die Bedürfnisse der jeweiligen Bewohner anzupassen, ohne dabei eine andere Altersgruppe abzuschrecken. "Niemand möchte in jungen Jahren einen Haltegriff am WC haben", sagte Töpfer.

Durch die Arbeiten soll auch der Holzbau weiterentwickelt werden. "Insbesondere der mehrgeschossige Massivholzbau", sagte der Geschäftsführer. Bei der Suche nach Innovationen sei der wissenschaftliche Nachwuchs besonders wichtig. "Die Studenten sind die Kraft, die wir für die Entwicklung der Projekte brauchen", so Konrad Rafeld.

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