Ausschuss vergibt Aufträge für WC

Im nächsten Jahr beginnt der Umbau des Gebäudes am Glauchauer Schillerpark. Doch das Vorhaben bleibt umstritten.

Glauchau.

Für die Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes am Glauchauer Schillerplatz und den Einbau einer öffentlichen und behindertengerechten Toilette ist die Stadt weitere Schritte gegangen. Der Technische Ausschuss hat am Montagabend zwei wichtige Bauaufträge dafür vergeben. Ein Unternehmen aus Crimmitschau wird für gut 74.000 Euro die sogenannten Bauhauptleistungen übernehmen. Dazu zählen die Baustelleneinrichtung, Abbrucharbeiten, Rohbau und Betonarbeiten, die Herstellung der Entwässerung, das Fliesenlegen sowie Arbeiten im Dachbereich und an der Außenanlage. Die technische WC-Ausstattung übernimmt ein Unternehmen aus Burbach (Nordrhein-Westfalen) für knapp 90.000Euro. Dazu zählt die komplette sanitär- und installationstechnische Ausstattung. Die Arbeiten sollen im Frühjahr beginnen.

Doch das Vorhaben bleibt umstritten. Stadtrat Stephan Wusowski (Freie Wähler) stimmte im Ausschuss gegen die Vergaben der Bauaufträge. Er sieht nach wie vor keine Notwendigkeit, eine Toilette in das Gebäude einzubauen. "Hier wird Geld verballert", sagte er. Künftig sollte sich der Stadtrat bei seinen Investitionsentscheidungen nach den Prioritäten richten. Auch Andreas Winkler (CDU) stimmte gegen die Vergaben. Für ihn ist das Vorhaben mit einer Gesamtsumme von etwa 246.000 Euro zu teuer. Aus seiner Sicht muss man auch die Betriebskosten sehen. Darüber habe noch niemand gesprochen.

Mit den ersten Vergabebeschlüsse dürfte dennoch ein Schlussstrich unter die seit zehn Jahren währende Diskussion gezogen sein. Denn die Stadtratsmehrheit hatte sich schon im Herbst nach heftiger Debatte zum Vorhaben bekannt. Im nächsten Jahr werden eine Unisex-Toilette, also sowohl für Damen und Herren, sowie eine Toilette für Menschen mit Behinderung in dem denkmalgeschützten Gebäude entstehen. Hinzu kommt ein Bürotrakt, der in das Gebäude integriert werden soll. Wie er in Zukunft genutzt wird, steht nach wie vor noch nicht fest, wie Oberbürgermeister Peter Dresler (parteilos) einräumte.

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