Coole Bücher für heiße Tage: Buchsommer auch in Glauchau

Bis zum Ende der Ferien können Kinder und Jugendliche wieder schmökern, was das Zeug hält. Wer drei Bücher oder mehr liest, wird zu einer Party eingeladen.

Glauchau.

Bereits seit Jahresanfang sind die Mitarbeiterinnen der Glauchauer Stadt- und Kreisbibliothek mit den Vorbereitungen des diesjährigen Buchsommers beschäftigt. Bücher werden ausgewählt, bestellt und bearbeitet. Keine leichte Aufgabe, denn die mehr als 100 neuen Kinder- und Jugendbücher sollen vor allem spannend und unterhaltsam sein. Bibliothekarin Sabine Puchner orientiert sich bei der Auswahl am aktuellen Buchmarkt und an der Nachfrage. Durch die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen hat die Mitarbeiterin der Kinderbibliothek bereits Erfahrungen gesammelt, was jungen Leute zwischen elf und 16 Jahren gefällt. Zudem achtet sie darauf, dass es sich bei den Romanen, Sachbüchern, Liebesgeschichten und Fantasybüchern um Neuerscheinungen handelt.

Zur Eröffnung am 24. Juni - den Auftakt des sächsischen Buchsommers übernimmt diesmal die Bibliothek in Meerane - werden die Mitarbeiter der Bücherei feierlich das Buchsommer-Leseregal enthüllen. Bis zum Ende der Sommerferien können alle Teilnehmer schmökern. Egal, ob Gelegenheitsleser oder Leseratte, jeder kann mitmachen, sagt die Leiterin der Stadtbibliothek, Birgit Jacob. Mit der Aktion möchte die Bücherei auch Lesemuffel zum Schmökern animieren. "Die Teilnahme ist absolut freiwillig und geht nicht von den Eltern oder Lehrern aus", sagt Puchner, die den persönlichen Kontakt mit den jungen Lesern während der Aktion schätzt.


Jedes gelesene Buch wird der Bibliothekschefin zufolge bei der Abgabe in ein Logbuch eingetragen. Die Teilnehmer bewerten zudem die Lektüre. Wer mindestens drei Bücher gelesen hat, erhält ein Zertifikat. "Wir haben die Erfahrung gemacht, dass drei Bücher locker in den Ferien machbar sind. Im Durchschnitt lesen die Kinder fünf bis acht Bücher während des Buchsommers. Wir haben aber auch junge Leseratten, die bis zu 20 Bücher schaffen", sagt Puchner.

Zusätzlich wird zum zweiten Mal ein Lesepreis vergeben. Eine Jugendjury, bestehend aus erfahrenen Buchsommer-Teilnehmern, nominiert zehn Titel von deutschen Jugendbuchautoren. Die ausgewählte Lektüre erscheint in allen teilnehmenden Büchereien. Daraus können dann die Teilnehmer ihren Favoriten wählen. Am 30. August findet abschließend eine Feier für die Teilnehmer im K&K-Salon des Glauchauer Stadttheaters statt. "Es soll ein Nachmittag für alle sein. Egal ob drei gelesene Bücher oder 20, jeder Buchfreund erhält eine Urkunde", sagt Puchner.

Vorher startet eine Buchsommer-Klassentour. Die Mitarbeiterinnen sind dann wieder an den Schulen unterwegs, um für die Aktion zu werben. Die Bibliothekarin lobt die Zusammenarbeit mit den Schulen. "Der Buchsommer hat eine nachhaltige Wirkung. Nicht nur wir als Bibliothek profitieren von dem Neubestand, auch die Schulen haben einen positiven Nutzen vom Buchsommer", sagt Puchner. Das kann Annett Kirsten vom ortsansässigen Georgius-Agricola-Gymnasium nur bestätigen. "Unsere Schule ist von Anfang an dabei. Wir werben viel für die Aktion in den Klassen", sagt die Deutschlehrerin. Auch sie kann bestätigen, dass meist mehr als nur drei Bücher gelesen werden. "Wir können mit der Aktion nicht alle erreichen, aber viele finden den Buchsommer toll." Deshalb unterstütze das Gymnasium die Aktion.

Im vergangenen Jahr hatten sich immerhin 82 Mädchen und Jungen allein am Buchsommer in der Stadt Glauchau beteiligt. Voranmeldungen sind ab 3. Juni möglich. Knapp 100 sächsische Bibliotheken nehmen an der Aktion teil, die vom Freistaat mitfinanziert wird.


Auftakt für sachsenweite Aktion diesmal in Meerane

Darauf ist Angelika Albrecht, Chefin der Meeraner Stadtbibliothek und zugleich Fachbereichsleiterin Kultur in der Stadtverwaltung, stolz: Der diesjährige Auftakt für die sachsenweite Ferien-Lese-Aktion "Buchsommer Sachsen" am 24. Juni findet in Meerane statt. "Die sächsische Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Eva-Maria Stange, hat sich jedenfalls schon angekündigt", freut sich Albrecht.

Die Bibliothekschefin ist ein bekennender Fan der 2002 verstorbenen Astrid Lindgren. Mit dem Wissen über die Schriftstellerin und deren Figuren wie Pippi Langstrumpf und Michel von Lönneberga gestaltet sie Nachmittage für Hortgruppen. Die Kleinsten führt Albrecht mithilfe der Raupe Hugo durch die Bibliothek. (jwa)

Bewertung des Artikels: Ø 5 Sterne bei 1 Bewertung
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...