Dann gute Nacht

Sch(m)erzhaft: Was die Region die Woche bewegte

Beherbergungsverbot. Was für ein komisches Wort. Ist aber trotzdem derzeit in aller Munde, obwohl keiner mehr so richtig durchblickt, wo man als Tourist noch beherbergt werden kann und wo nicht. Und das gerade jetzt, wo die Herbstferien beginnen. Na dann, Gute Nacht! Da darf man sich nicht wundern, wenn die Leute zur Selbsthilfe greifen und sich quasi selbst beherbergen. Das kann man in zwei Formen tun, entweder man bleibt zu Hause, oder man verreist mit dem Wohnwagen.

Und da kommt Glauchau als eines der ersten Ziele in Frage. Zumindest, wie wir gelesen haben, ist der Wohnwagenstellplatz am Naundorfer Wiesen weg zumindest im Sommer beliebt gewesen, auch wenn er nicht sonderlich gut ausgestattet ist. Doch was macht man, wenn immer mehr Camper mit Wohnwagen nach Glauchau wollen? Wo bringt die unter? Eine Idee wäre, den multifunktionalen Schlossvorplatz dafür zu nutzen. Da könnte man, wenn man sie intelligent anordnet, zehn Stellplätze einrichten. Mit den Trennwänden für die Pergola könnte man sanitäre Anlagen schaffen. Die Blumenkübel kann man auch woanders hinstellen, zum Beispiel vor die Schlossmauer, um Abstand zu wilden Graffiti-Schmierern zu bekommen.

Freilich kann man einen solchen Wohnwagenstandort nicht kostenlos anbieten. Aber vielleicht kann die Stadt Glauchau von den etwa 800.000 Euro, die der Schlossvorplatz dem Steuerzahler gekostet hat, ein bisschen wieder einspielen.

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