Deich soll verschwinden

In der Hofaue bei Wernsdorf wird der Deich weggenommen. Glauchau hat unter bestimmten Bedingungen nichts dagegen.

Glauchau.

Der Muldendeich in der Hofaue im Glauchauer Ortsteil Wernsdorf soll verschwinden. Die Landestalsperrenverwaltung plant, den Deich zurückzubauen, um im Hochwasserfall mehr Überflutungsfläche zu bekommen. Momentan läuft dafür das Planverfahren, und im Zuge dessen ist auch die Stadt Glauchau als Betroffene gefragt. Die hat ihre Stellungnahme abgegeben und den Mitgliedern des Technischen Ausschusses am Montagabend kurz vorgestellt.

Demnach hat die Stadt nichts gegen das Vorhaben, empfiehlt jedoch, den durch das Gelände unterirdisch verrohrten Mülsenbach auf seinen baulichen Zustand hin zu untersuchen und gegebenenfalls baulich zu ertüchtigen. Wörtlich heißt es in der Stellungnahme: "Im Zuge der Recherche wurden Dokumente zur Zuleitung Stausee gesichtet - hier wird in einem Schreiben der Muldenwassergenossenschaft vom 22. Juli 1949 zur wasseramtlichen Erlaubnis auf einen akuten Materialmangel an Zement hingewiesen, was auf eine von Beginn an eingeschränkte Rohrstatik schließen lässt." Der Bach, der nach Hinweisen aus Glauchau nun in die Unterlagen eingezeichnet worden ist, speise den Stausee. Die Stadt Glauchau ist einverstanden, dass laut erster Planänderung die auf dem Gelände sichtbaren Schächte mit druckwasserdichten Deckeln versehen werden. Sonst könnte es im Fall eines Hochwassers dazu kommen, dass die Schächte einstürzen und der Bach zerstört wird.


"Ich hätte mir gewünscht, dass der Ausschuss sich damit hätte befassen können", sagte Wernsdorfs Ortsvorsteher Andreas Winkler.

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