Diakonie baut ehemaliges Pfarrhaus um

Im 1829 als Kirchschule errichteten Gebäude arbeiten derzeit die Handwerker zugange. Sechs Wohnungen sind geplant.

Meerane.

Putzer, Trockenbauer und Elektriker werkeln derzeit intensiv in dem Gebäude neben der Meeraner St. Martinskirche oberhalb des Teichplatzes. Etwa 15 Arbeiter sind hier zeitweise tätig, denn es gibt viel zu tun. "Der Zustand im Haus war wirklich nicht gut", sagt André Schraps, der im Diakoniewerk Westsachsen die Bauvorhaben koordiniert. Das Diakoniewerk als Träger von Senioreneinrichtungen, Beratungsstellen, Kindergärten und weiteren sozialen Einrichtungen hat das Gebäude, das einst Kirchschule und später Wohnhaus von verschiedenen Mitarbeitern der Kirchgemeinde war, übernommen und will es bis Mitte nächsten Jahres ausbauen. Dafür werden rund 1,5 Millionen Euro investiert.

Geplant sind sechs Wohnungen, die laut Architekt Samuel Jehnichen zwischen 45 und 75 Quadratmetern groß sind. Insgesamt stehen 330 Quadratmeter Wohnfläche zur Verfügung. In Richtung Südwesten soll es Balkons geben, von denen aus der Blick in Richtung Teichplatz über die Stadt möglich ist. Im Erdgeschoss mit rund 190 Quadratmetern Nutzfläche soll der Pflegedienst der Diakonie-Sozialstationen Meerane einziehen, der derzeit Räume an der Röbbeckestraße nutzt. Auch ein großer Gemeinschaftsraum, den die Sozialstation, aber auch die künftigen Mieter nutzen können, wird entstehen. Kompliziert ist der Einbau eines Aufzuges. "Dafür waren große Eingriffe in die Bausubstanz nötig", erklärt André Schraps. Da die Wohnungen im Gebäude als Betreutes Wohnen konzipiert und entsprechend ausgestattet sind, darf der Aufzug aber nicht fehlen. Die Raumaufteilungen in den einzelnen Etagen werden ebenfalls angepasst, was in dem Gebäude aber nicht zum ersten Mal der Fall ist. Denn das 1829 als Kirchschule errichtete Gebäude wurde 1882/83 umgebaut und in der Folge als Pfarr- und Gemeindehaus genutzt. Doch einen Bedarf für die Räume hatte die Kirchgemeinde schon kurz nach der Jahrtausendwende nicht mehr, sodass es lange Zeit leer stand. Als Teil des Ensembles im Bereich von Kirche und Nachbargebäuden steht es unter Denkmalschutz, weshalb auch verschiedene Originalteile erhalten werden müssen. Unter anderem bleibt eine historische Treppe im Gebäude.

Aufgrund der guten Auftragslage der Baufirmen ist das Großprojekt für das Diakoniewerk Westsachsen eine Herausforderung. "Die Firmen ziehen aber sehr gut mit", sagt André Schraps. Auch Architekt Samuel Jehnichen sieht die Arbeiten derzeit im Zeitplan. Interessenten, die in das Gebäude einziehen wollen, gibt es auch schon.

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