Erneuter Unfall an Kreuzung

Zum wiederholten Mal hat es zwischen Meerane und Höckendorf gekracht. Das könnte die Diskussion um den umstrittenen Straßenabschnitt an der A 4 neu entfachen.

Glauchau/Meerane.

An der Kreuzung zwischen Höckendorf und Meerane hat es wieder einen Unfall gegeben. Am Montagvormittag sind gegen 10.30 Uhr ein Audi und ein VW-Bus zusammengeprallt. Der VW-Fahrer übersah laut Polizeiangaben ein Stoppschild. Die Insassen des Audis, der auf der S 288 unterwegs war, wurden beim Unfall leicht verletzt. Der 67-jährige Fahrer und die 64-jährige Beifahrerin wurden im Krankenhaus behandelt. Die beiden Pkw mussten abgeschleppt werden. Neben der Polizei war auch die Feuerwehr mit vor Ort. An beiden Fahrzeugen entstand ein Schaden in Höhe von je 10.000 Euro.

Die Kreuzung in unmittelbarer Nähe zur Autobahn 4 hat im vergangenen Sommer als Unfallschwerpunkt für Schlagzeilen gesorgt. Im Mai und Juni gab es binnen zweier Wochen an dieser Stelle vier Kollisionen - stets mit hohem Sachschaden, oft mit Verletzten. In einem Fall kam ein 79-jähriger Mopedfahrer ums Leben. Er starb noch am Unfallort.

Als Reaktion auf die Unfallserie reduzierte die Stadt das Tempolimit auf der S 288 an dieser Stelle auf 50. Zuvor waren hier 70 Stundenkilometer erlaubt. Dennoch kam weitere Kritik an der Verkehrsgestaltung auf. So wurde von vielen Gesauern ein Kreisverkehr an der Kreuzung gefordert. Laut Glauchaus Oberbürgermeister Peter Dresler (parteilos) wurde zum Bau der Staatsstraße seitens der Stadt sogar gegen den Planfeststellungsbeschluss der Landesdirektion geklagt, allerdings erfolglos. Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr stufte die Stelle noch im Vorjahr nicht als Unfallschwerpunkt ein, die Kreuzung sei durch den Neubau ohnehin nur leicht verändert worden. Nach dem erneuten Unfall am Montag - wieder mit Personenschaden - könnte das die Diskussionen des vergangenen Sommer neu entfachen.

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