Erstmals weniger Restmüll

Die Biotonnen im Landkreis werden künftig zweimal im Jahr gereinigt, die Gebühren für Transponder entfallen.

Zwickau.

Die Menge zu entsorgenden Restmülls ist im Jahr 2017 im Landkreis Zwickau erstmals seit Jahren leicht zurückgegangen. Insgesamt mussten 39.134 Tonnen Müll entsorgt werden. Das sind 434 Tonnen weniger als im Jahr zuvor. Wie der jetzt vorgelegten Abfallbilanz zu entnehmen ist, ist der Rückgang allerdings nicht auf erhöhtes Umweltbewusstsein zurückzuführen, sondern auf sinkende Einwohnerzahlen. Das Müllaufkommen pro Kopf der Bevölkerung ist mit 122 Kilogramm im Jahr gleich geblieben. Die Landkreisbewohner liegen damit jedoch noch immer unter dem sächsischen Durchschnitt von 125 Kilogramm pro Kopf.

Deutlich umweltbewusster sind die Zwickauer beim Sperrmüll geworden. Möbel, Teppiche und Mattratzen landen längst nicht mehr in der Vielzahl an Wegesrändern oder in Wäldern als noch vor Jahren. Das führt die Landkreisverwaltung auf den steigenden Bekanntheitsgrad der Sperrmüllkarte zurück. Damit kann jeder Haushalt einmal im Jahr seinen Sperrmüll vor der Haustür abholen lassen. Die Kosten dafür sind bereits mit der Sockelgebühr bezahlt. Insgesamt wurden im Jahr 2017 etwa 8823 Tonnen eingesammelt. Das sind 583 Tonnen mehr als im Jahr zuvor. Die wachsende Beliebtheit zeigt sich auch darin, dass das Pro-Kopf-Aufkommen an Sperrmüll mit 27,5 Kilogramm über dem Landesdurchschnitt von 25 Kilogramm liegt.

Auch das Aufkommen an Altpapier ist wie bereits in den Vorjahren gestiegen. 19.367 Tonnen wurden aus den blauen Gefäßen entleert. Das entspricht einer Steigerung von 2,2 Prozent und einem Pro-Kopf-Aufkommen von 60,4 Kilogramm. Das Altpapier wird der Wiederaufbereitung zugeführt.

Dabei hat sich das Amt für Abfallwirtschaft schon weitere Ziele gesetzt. Die Restmüllmenge könnte weiter gesenkt werden, wenn die Zahl der Biotonnen erhöht und damit Speisereste nicht mehr über die graue Tonne entsorgt werden müssen. Um mehr Haushalte für die Biotonne zu interessieren, wird ab Januar der Entsorgungspreis gesenkt und die Tonne künftig zweimal pro Jahr gereinigt. Außerdem stellte das Amt richtig, dass bei neuen Tonnen oder dem Wechsel von Transpondern keine Gebühren anfallen. Das war in einer ersten Meldung falsch dargestellt worden.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...