Glauchau schickt Streetworker los

Die Stadt hat mehrere Projekte im sozialen Bereich angeschoben und sich dafür die Diakonie als Partner ins Boot geholt.

Glauchau.

Die Stadt Glauchau hat mit dem Diakoniewerk Westsachsen ein neues Streetwork-Projekt gestartet. Wie Markus Steinhart, Fachbereichsleiter für Bürgerservice, Jugend und Schule, erklärte, werden drei Straßensozialarbeiter in der Innenstadt, aber auch im Städtebaufördergebiet Scherberg und teils in der Unterstadt - von der Auestraße bis zur B 175 - unterwegs sein. Dabei setzt die Stadt ein vor Jahren erarbeitetes Handlungskonzept um.

Das Konzept "Nachhaltige soziale Stadtentwicklung in der Großen Kreisstadt Glauchau" wird in der aktuellen Förderperiode noch bis 2020 über den Europäischen Sozialfonds finanziell unterstützt. Hierfür stehen insgesamt 1,06 Millionen Euro zur Verfügung, wobei in das vom Diakoniewerk getragene Streetwork-Projekt immerhin 330.000 Euro fließen.

Für Steinhart und Diakonie-Mitarbeiterin Sabine Feustel ist das gut angelegtes Geld. Denn beide sind sich einig: Wenn Jugendliche auf der Straße rumhängen, weil sie Probleme haben, können Streetworker helfen. Während Stress in der Schule oder auch Zoff in der Familie zu den eher rasch zu lösenden Schwierigkeiten zählen, gestaltet sich die Unterstützung bei Obdachlosigkeit oder Jugendarbeitslosigkeit schon komplizierter. "Letztlich werden die drei neuen Streetworker in den sozialen Brennpunkten der Stadt unterwegs sein müssen", betonte der Rathausmitarbeiter. Nicht nur das: Es gehe auch darum, Ansprechpartner für delinquente Jugendgruppen zu sein. Also für jene Menschen, die dazu neigen, "die rechtlichen Grenzen zu überschreiten, die vor Vandalismus nicht zurückschrecken".

Vorerst soll das Streetworker-Projekt bis 30. September 2021 laufen. Danach will die Stadtverwaltung sehen, ob sich die sogenannte aufsuchende Straßensozialarbeit bewährt hat, etwas bewirken konnte. Zum Konzept "Nachhaltige soziale Stadtentwicklung" gehört unter anderem noch das Projekt "First Step - Soforthilfe in allen Lebenslagen", das bis Ende 2020 gefördert wird.

Ausgelaufen sind indes das Koch- und Ernährungsprojekt "Die Lunchbox" sowie das Freizeitprojekt "Kids-Club". Letzteres wird laut Fachbereichsleiter Steinhart von der Arbeiterwohlfahrt als "Familien-Café" fortgeführt.

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