Graffitikünstler gestaltet Fassade einer Glauchauer Zimmerei

Wenn man es nicht besser wüsste könnte man meinen, es handelt sich bei der Lagerhalle an der Rothenbacher Straße in Glauchau um ein idyllisches Fachwerkhaus. Erst bei genauerem Hinsehen offenbart sich dem Betrachter die optische Täuschung. Das etwa 50 Quadratmeter große fotorealistische Wandbild in dreidimensionalem Stil hat der bekannte Meeraner Graffitikünstler Tasso (Jens Müller, Fotos) im Auftrag von Jonny Kain innerhalb von sieben Tagen fertiggestellt. Der Glauchauer ist Inhaber der gleichnamigen Zimmerei, die auf hochwertigen Holzbau spezialisiert ist. "Ich wollte, dass sich der Neubau optisch besser in unseren Vierseitenhof eingliedert", sagt Kain, der seit 1992 den Betrieb leitet. Mit dem Ergebnis ist er sehr zufrieden: "Ich hatte im Vorfeld schon einige Arbeiten von Tasso gesehen und war mir sicher, dass er der Richtige für diesen Auftrag ist." Vor 20 Jahren hat sich Tasso, der auf Graffiti, Airbrush und Fassaden-Design spezialisiert ist, selbstständig gemacht. "Ich kann mich noch genau daran erinnern, dass der Tag der Selbstständigkeit genau auf den Geburtstag meiner Großmutter fiel. Für mich wurde damals ein Traum wahr", sagt der Meeraner. Das Jubiläum wollte er jetzt imApril mit einer Feier und einem eigens angefertigten Katalog in seinem Atelier in Meerane begehen. "Aufgrund der Corona-Krise muss ich das jetzt erst einmal verschieben", sagt der Kreativschaffende. In den vergangenen Tagen habe er bereits drei Absagen von Kunden erhalten. Die freigewordene Zeit möchte Tasso, der bereits in Galerien in der Region - unter anderem in der Galerie am Domhof in Zwickau - ausstellte, nun für freie Arbeiten auf der Leinwand nutzen. (stsu)


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