Neuer Rasenplatz braucht viel Wasser

Sachsen stöhnt über die Trockenheit. Warum bewässert ein kleiner Verein aus Dennheritz ausgerechnet jetzt seine Sportstätte?

Dennheritz.

Die Bewässerungs- anlage des FSV 1990 Dennheritz läuft momentan auf Hochtouren. Das Kleinspielfeld wird jeden Abend für drei bis vier Stunden bewässert, damit der Grassamen aufgeht. Die Helfer haben zu Beginn des Monats rund 60 Kilogramm verteilt. An den ersten Stellen kommt bereits frisches Grün zum Vorschein, an anderen Abschnitten schaut man noch auf eine kahle Oberfläche. "Mit so einer Trockenheit war nicht zu rechnen. Wir müssen das Beste aus der Situation machen und weiter die Bewässerungsanlage anschalten", sagt Vereinschef Bastian Glänzel. Das kostet natürlich - viel Zeit und zusätzliches Geld.

Aus verschiedenen Gründen ist der Zeitplan für die Erneuerung des 30 mal 60 Meter großen Kleinspielfeldes durcheinander gekommen. Der Verein musste zunächst warten, bis Mitarbeiter des gemeindeeigenen Baubetriebshofes die Gräben für die Entwässerungsleitungen ausgehoben hatten. Die Mitglieder des FSV 1990 tauschten in den vergangenen Monaten regelmäßig die Sport- gegen die Arbeitskleidung. "Die Arbeitseinsätze waren zusätzlich zu den Trainingseinheiten und den Punktspielen einzuplanen", sagt Bastian Glänzel. Die Helfer verteilten ein Gemisch aus 200 Tonnen Sand und 200 Tonnen Mutterboden. Unterstützung gab es vom Landwirtschaftsbetrieb Jörg Schädel, der schwere Technik zur Verfügung stellte.

Der Verein muss für das Bau- vorhaben in den Sparstrumpf greifen. Die Kosten werden mit circa 15.000 Euro beziffert. Dabei handelt es sich um Rücklagen, die in den vergangenen Jahren gebildet werden konnten, und um Zuschüsse von Sponsoren. Dazu kommen die Arbeitsleistungen im Wert zwischen 5000 und 6000 Euro durch den Baubetriebshof.

Auf dem Kleinspielfeld gab es zuvor etliche unebene Stellen. Zudem konnte das Wasser zum Teil nicht ablaufen. An der Investition hat auch deshalb kein Weg vorbeigeführt. Zur Nachwuchsabteilung des FSV 1990 Dennheritz gehören momentan 70 Mädchen und Jungen. Der Dorfverein kann von den F- bis zu den C-Junioren alle Altersklassen mit eigenen Teams besetzen. Zudem gibt es eine Bambini-Mannschaft. "Nachdem wir lange gar keinen Nachwuchs hatten, macht sich nun die kontinuierliche Arbeit der Trainer bezahlt", sagt Bastian Glänzel.

Über den neuen Platz soll der Ball frühestens im Frühjahr 2019 rollen. Bis dahin nutzen die Teams des FSV 1990 ausschließlich den Rasenplatz. Zudem weichen zwei Nachwuchsmannschaften in den nächsten Monaten auf den Sportplatz des Bürgervereins für Gesau, Höckendorf und Schönbörnchen in einen Ortsteil von Glauchau aus.

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