Neueste Technik nimmt Gäste mit auf eine Reise durch die Zeit

Zwei Experten aus Kroatien haben in Waldenburg einen Multimedia-Pfad eingerichtet. Die moderne Technik soll dem Schloss neues Leben einhauchen.

Waldenburg.

Besucher des Schlosses in Waldenburg können zukünftig eine Neuheit erleben: Mithilfe von kleinen Computern, sogenannten Tablets, können sich Gäste auf multimediale Entdeckungstour begeben. "Es werden insgesamt zehn Tablets zur Verfügung stehen, die die Gäste durch die Räume des Schlosses leiten und von Station zu Station führen. Ähnlich wie bei einer Schatzsuche", sagt Ina Klemm, Geschäftsführerin der Tourismus und Sport GmbH, die das Schloss unter ihren Fittichen hat. Mit diesem Angebot, das unter anderem durch den Kulturraum Zwickau-Vogtland finanziert wurde, können sich Besucher eigenständig durch das Schloss bewegen und erfahren an verschiedenen Stationen - beispielsweise in der Küche, im Gelben Saal oder im Chinesischen Zimmer - etwas über die Geschichte der Fürstenresidenz. Die Geschäftsführerin hofft, damit verstärkt jüngere Besucher für die Historie des Schlosses zu begeistern.

Fürst Günther von Schönburg-Waldenburg und seine Gemahlin Hertha, dargestellt durch Schauspieler, werden die Besucher virtuell durch das Haus geleiten und Einblick in ihr Leben gewähren. "Das Fürstenpaar kann man beispielsweise in einer Animation tanzend durch den historischen Saal erleben. Außerdem werden sie in Videos zu den Gästen sprechen", so Klemm.

In der Umsetzung hat die Geschäftsführerin professionelle Unterstützung von dem Softwareentwickler Bruno Banek und dem Marketingexperten Peter Jozic erhalten. Die kroatischen Experten arbeiten für das Medien-Unternehmen "Delta Reality", dass auf neueste Technologie spezialisiert ist und schon mit großen Unternehmen wie dem Softwareentwickler Microsoft, dem amerikanischen Unternehmen Disney und der Allianz Arena in München gearbeitet hat. Das Team hat monatelang in ihrem Studio an der Umsetzung getüftelt. "Wir hatten einen großen kreativen Spielraum. Die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern des Schlosses hat sehr gut funktioniert", sagt Jozic.

Vor Ort haben die Spezialisten innerhalb von zwei Tagen die Technik eingerichtet. Dabei mussten die Kroaten einige Dinge beachten. "Da es sich um ein historisches Gebäude handelt, konnten wir nichts an den Wänden anbringen. Die verschiedenen Stationen haben wir beispielsweise durch farbige Marker am Boden und durch freistehende Banner gekennzeichnet", erklärt der Fachmann. Außerdem war es beiden wichtig, dass das multimediale Angebot für jede Altersgruppe einfach zu bedienen sei. "Wir wollen die Gäste nicht überfordern, sondern sie sollen die Technik genießen können", so Jozic. Analoge Führungen wird es im Schloss trotz der neuen Technik weiterhin geben.

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