Sachsenalleeschule: Umzug geht im Februar über die Bühne

Die Komplettsanierung des Glauchauer Gebäudes steht kurz vor dem Abschluss. Fest steht schon jetzt: Das Vorhaben kostet mehr als vorgesehen.

Glauchau.

Lange war's unklar, nun steht fest: Nach den Februarferien können die Grundschüler die erneuerte Glauchauer Sachsenalleeschule beziehen. Wegen der Komplettsanierung waren die Mädchen und Jungen vorübergehend in die leer stehende Wilhelm-Stolle-Schule nach Gesau umgezogen.

Bis es jedoch so weit ist, geben sich die Handwerker die Klinke in die Hand. "Zurzeit ist der Bodenleger im Erdgeschoss zugange, und im Keller haben noch die Fliesenleger und Maler zu tun", erklärt Stadtsprecherin Bettina Seidel. Damit nicht genug: In den oberen Etagen werden zudem die Sanitäreinrichtungen installiert, auch sind die Elektriker mit der Endmontage beschäftigt. So steht nach Abschluss der Innensanierung lediglich noch die Feinreinigung an. Erst danach können Seidel zufolge die Fachkabinette eingerichtet werden. Ebenso sei danach mit der Lieferung der Tafeln, Schränke, Tische, Stühle und Hortausstattung zu rechnen. "Wir werden auch alle Etagen und Räume neu beschildern", fügt die Stadtsprecherin an.

Nachdem die Außensanierung des Schulgebäudes mit Dach, Fenstern und Fassade sowie Fahrstuhl und Sonnenschutzmarkisen in den Jahren 2013/14 abgeschlossen wurde, folgte im April des vergangenen Jahres der zweite Bauabschnitt: die Innensanierung. Damit verbunden war der Umzug der Grundschüler nach Gesau. Die LRS-Klassen - LRS steht für Lese-Rechtschreib-Schwäche - kamen vorübergehend in der Erich-Weinert-Grundschule unter. Wenn nun die Kinder in die Sachsenalleeschule zurückziehen, steht das Gesauer Schulhaus wieder leer. Eine Nachnutzung des Ausweichobjektes ist laut Stadt nicht vorgesehen. Dabei ist für die Ertüchtigung des Gebäudes viel Geld geflossen. Auch der ortsansässige Bürgerverein, der nach der Schließung der Gesauer Grundschule die Turnhalle übernahm und in Eigenregie auf Vordermann brachte, hält sich bei dieser Angelegenheit eher zurück. Denn dem Vorsitzenden Dirk Zetsche zufolge kümmert sich der Bürgerverein bereits um den Gesauer Wasserturm, das Radfahrerdenkmal und das Grab von Wilhelm Stolle.

Derweil rücken mehr und mehr die Gesamtkosten für die Modernisierung der Sachsenalleeschule in den Mittelpunkt. Ursprünglich ging die Stadt von 1,5 Millionen Euro aus. Vor vier Jahren wurde die Gesamtfinanzierung angepasst. Die geschätzten Kosten lagen damals bei knapp 3Millionen Euro. Denn gleich in mehreren Gewerken sind Mehrkosten entstanden, die der Stadtrat jeweils bewilligt hat. Hinzu kommt die allgemeine Erhöhung der Baupreise am Markt. Und nicht nur das: Weil es bei der Verlegung der Grundleitungen im Kellergeschoss zu zeitlichen Verzögerungen gekommen war - im Boden wurde Beton gefunden, der nicht eingezeichnet war und entfernt werden musste -, kam es nicht nur zu den Mehrkosten, auch der Zeitplan geriet gänzlich durcheinander. (mit sto)

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...