Sally und Arcani geht es nach Tortur endlich wieder gut

Hinter den beiden Hunden liegt keine schöne Zeit. Sie mussten um ihr Leben bangen. Bis sie ins Tierheim Langenberg kamen.

Langenberg.

Vielleicht ist es eine Geschichte mit Happy End. So genau steht das noch nicht fest. Aber es sieht gut aus.

Es geht um Sally, eine sechsjährige Schäferhündin, und Arcani, einem eineinhalb Jahre alten StaffordMischling. Seit einem Monat leben die beiden Hunde im Tierheim Langenberg. "Sie waren vor ungefähr einem Monat vom Veterinäramt dem Besitzer weggenommen worden", berichtet Jana Berger, die Leiterin des Tierheimes. Die beiden waren total ausgehungert, wogen beide unter 13 Kilogramm. Viel zu wenig. Es hätte nicht viel gefehlt und sie wären verhungert. "Es war höchste Zeit", so Jana Berger erleichtert.

Jetzt sind Sally und Arcani über den Berg. Die Mitarbeiterinnen im Tierheim haben sie wieder aufgepäppelt, mit Reis und Huhn, ihrem neuen Lieblingsgericht. Davon konnten sich am Sonntag viele Besucher in der Einrichtung überzeugen. Das Tierheim hatte zur "Tierischen Weihnachtsbescherung" eingeladen. Die Besucher brachten Spielzeug mit für die rund 30 Hunde und 45 Katzen, dazu jede Menge gutes Tierfutter. Aus Zwickau kamen sogar einige Mitglieder der Simson Brüder, die einen Scheck in Höhe von 600 Euro überbrachten. Unter ihnen war auch der Hohenstein-Ernstthaler Ringo Riedel. "Ich habe selber einen Hund, dem es bei mir gut geht. Wenn ich etwas tun kann, damit es auch anderen Hunden gut geht, dann tue ich das", erzählt er.

Sally und Arcani wiegen inzwischen wieder über 16 Kilogramm. "Sie fühlen sich sehr wohl hier", erzählt Vanessa Birkholz aus Hohenstein-Ernstthal. Die 18-Jährige absolviert gerade in dem Tierheim in Langenberg ein freiwilliges ökologisches Jahr. "Das bereitet mir sehr viel Freude", berichtet sie. Wenn das Jahr dort zu Ende geht, will sie eine Ausbildung zur Tierpflegerin machen.

Zu Sally und Arcani hat sie ein gutes Verhältnis. "Die beiden sind total lieb. Wir haben uns aneinander gewöhnt", so Vanessa. So schön wie das ist, die Sache hat aber auch einen Haken. Sally und Arcani suchen wieder eine richtige Familie. Die Chancen, dass sie vermittelt werden können, stehen gut. "Da ist man dann schon etwas traurig, wenn die Tiere wieder gehen", sagt Vanessa.

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