St. Georgenkirche: Musik auf europäischen Spitzenniveau

Am Freitag beginnen die Glauchauer Kirchenmusiktage. Die Veranstaltung öffnet sich erstmals über die Stadtgrenzen hinaus.

Glauchau.

An diesem Freitag beginnen die 23. Glauchauer Kirchenmusiktage. Bis zum 30. Juni werden neben regionalen Ensembles und Solisten wieder Künstler zu erleben sein, die zu den führenden Meistern ihres Faches im In- und Ausland gehören. Los geht es direkt mit einem Höhepunkt - dem Eröffnungskonzert des "Ensembles 1684" unter Führung von Gregor Meyer - Leiter des Leipziger Gewandhausorchesters. Die Musiker werden vorrangig mitteldeutsche Barockmusik zum Besten geben.

Guido Schmiedel, Kirchenmusikdirektor der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde St. Georgen, ist stolz, dass das Ensemble nach Glauchau kommt. "Die junge Musikergruppe hat einen vollen Tourneeplan. Sie sind auch schon in Polen und Italien aufgetreten," sagt Schmiedel. Den Leiter Gregor Meyer kenne er vom gemeinsamen Orgelunterricht. "Bevor ich vor 13 Jahren nach Glauchau kam, war ich für eine Kirchgemeinde im Erzgebirge tätig gewesen. Den damals noch jungen Gregor Meyer habe ich Orgelstunden gegeben. Der Kontakt kam mir jetzt zugute", sagt Schmiedel.


Als einen weiteren besonderen Programmpunkt nennt der Glauchauer Kirchenmusikdirektor das Abschlusskonzert am 30. Juni des bekannten Jazzpianisten Henning Pertiet an der Silbermannorgel. Der gebürtige Hamburger spielt seit 25 Jahren Blues, Jazz und Artverwandtes. Nach unzähligen Auftritten in ganz Europa und mehreren veröffentlichten CDs wird auch er in Glauchau auftreten. "Pertiet gehört zu den wenigen Musikern, die an der Orgel Jazz spielen", sagt Schmiedel.

Dieses Jahr werden neben der St. Georgenkirche in Glauchau auch die Kirchen in Dennheritz und Meerane einbezogen. "Für uns ist es ein Experiment, dass wir uns außerhalb der Stadtgrenzen bewegen." Zudem wagt sich der Organisator an ein neuartiges Format. Neben Konzerten werde es eine musikalische Lesung mit einem Theaterpaar und einer Pianistin geben.

Die Organisation der Kirchenmusiktage begann schon vor über einem Jahr. "Ich muss langfristig planen. Das heißt Künstler anfragen und Absprachen unter anderem mit Kulturträgern und Kirchen der Region führen. Für 2020 bin ich schon wieder mit der Planung fertig", sagt er. Durch die historische Silbermannorgel und hervorragende Akustik ist die Teilnahme in Musikerkreisen begehrt. Einige Künstler mussten sich laut Schmiedel vier Mal in Folge bewerben, bis sie eine Zusage erhielten.

In den Vorverkaufsstellen beim Evangelisch-Lutherischen Pfarramt Glauchau, bei der Stadtinformation Glauchau und Evangelischen Buchhandlung an der Theaterstraße können Tickets erworben werden. Die Karten kosten zwischen 5 und 12 Euro.

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