Trockenheit setzt Glauchaus Grünanlagen extrem zu

Die kommenden Tage werden wieder heiß und trocken. Das stresst nicht nur die Menschen, auch die Bäume leiden enorm darunter. Da hilft offenbar nur eines: Viel Wasser.

Glauchau.

Einen genauen Pflanztermin gibt es zwar noch nicht, aber die Gruppe um den Glauchauer Knut Kielmann peilt den Oktober an. Zur Erinnerung: Kielmann hatte mit seinen Freunden am Pfingstwochenende auf der Wiese an der Marienstraße ein großes Fragezeichen in die Erde gerammt und damit eine Pflanzaktion angekündigt. Sie sammelten Spenden, um das Vorhaben zu finanzieren. Mehrere Bäume und Sträucher sollen in die Erde kommen. "In Absprache mit dem Bauhof, werden wir uns auch um das Gießen kümmern", sagt Knut Kielmann.

Solche Baumpatenschaften gibt es in Glauchau bereits, doch die Stadt wird künftig noch mehr Unterstützung von Glauchauer Einwohnern brauchen. Denn vor allem um die Bäume in den vielen Grünanlagen der Stadt ist es derzeit schlecht bestellt. Die Trockenheit setzt ihnen extrem zu, sagt Stadtsprecherin Bettina Seidel. Der Wassermangel wirke sich vor allem auf junge Bäume aus, die bis zu vier Jahren alt sind. Das Problem trete im gesamten Stadtgebiet auf. Wie die Bäume die seit zwei Jahren anhaltende Trockenheit ertragen, hänge vom Standort und Zustand ab. Große Probleme mit der Trockenheit hätten die jungen Bäume zum Beispiel im Carolapark und im Gründelpark. Hinsichtlich der Baumarten gebe es Unterschiede. Trockenstress hätten vor allem die Birke, der Ahorn - da speziell der Spitzahorn - und die Robinie.

Die Stadt habe dem Problem der Trockenheit den Kampf angesagt. Doch nicht immer ist sie dabei erfolgreich. Allein in diesem Jahr mussten bereits 15 Bäume gefällt werden, die die Trockenheit nicht überstanden haben. Die meisten davon standen im Gründelpark und im Carolapark. Von den jungen Bäumen in den beiden Parks musste laut Stadt noch keiner aufgegeben werden. Die Mitarbeiter des Bauhofes würden regelmäßig gießen. "Solche jungen angepflanzten Bäume werden unter anderem auch in Schulen, Kindertagesstätten und auf den Spielplätzen stetig gewässert", sagt Seidel. Pro Woche werden dabei etwa 35 Kubikmeter Wasser verbraucht. Für die Bewässerung werde die Brauchwasserleitung des Regionalen Zweckverbandes (RZV) genutzt. Die Entnahmestelle befindet sich an der Wilhelmstraße im Wehrdigt.

Trotz der Trockenheit werden in Glauchau neue Bäume gepflanzt. Im Rahmen der Aktion "Ein Baum für meine Stadt" sind bislang etwa 25 Baumspenden in die Erde gekommen, weitere sollen im Herbst folgen, unter anderem Schwarzbirke und Hopfenbuche, die Trockenheit vertragen würden. Geplanter Standort sei die Zufahrt zur Sachsenlandhalle.

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