Der Mann und seine Kobold-Gesichter

Von einem, der mit dem Winkelschleifer arbeitet, von jungen Fußballern im Visier des DFB, einem Besuchermagneten und einem Mann mit grünem Trikot.

Edgar Köhler (67) aus Langenchursdorf hat nicht nur originelle Ideen - er hat auch ein feines Händchen. Der Rentner zaubert aus Eichenschwarten mit einem Winkelschleifer witzige Nistkästen und Futterhäuschen. "Vor zwei Jahren habe ich bei einem Experten einen Kettenschnitzlehrgang geschenkt bekommen. Seither bin ich Feuer und Flamme", sagt der Rentner. Seine Produkte kommen gut an. Inzwischen nimmt er auch Bestellungen an. Die Nistkästen in Form von Kobold-Gesichtern sind ungefähr 35Zentimeter hoch. Jedes Gesicht sieht anders aus. Zwei Tage benötigt er dafür. "Viereckige Nistkästen kann jeder", ist er schon ein klein wenig stolz. Hilfe und Unterstützung bekommt er von seinem achtjährigen Enkel Nik, der in Langenberg in die 2. Klasse der Grundschule geht. Beim Sägen macht er schon kräftig mit. Einen solchen Nistkasten oder ein Futterhäuschen in dieser Art gibt es ab 40 Euro. (erki)

Mario Heymann (39) aus Hohenstein-Ernstthal, der zum Trainerteam der F-Junioren des Oberlungwitzer Sportvereins gehört, konnte sich gestern über professionelle Unterstützung freuen. Auf dem Sportplatz der Erlbacher-Straße war das "DFB-Mobil" zu Gast. Für insgesamt 25 Nachwuchskicker wurde eine abwechslungsreiche Trainingseinheit gestaltet. Auch für die Trainer gab es dabei Anschauungsunterricht und Informationen. "Es ist für jeden etwas dabei. Wir haben unter anderem Hinweise für die Trainingsgestaltung bekommen", sagte Heymann. Im Auftrag des Deutschen Fußball Bundes waren Klaus Scholz und André Mäbert nach Oberlungwitz gekommen. Bei den Nachwuchskickern des OSV spielt auch Mario Heymanns Sohn Frederic. Der Papa schnürt auch noch die Fußballschuhe: Er spielt bei den Alten Herren des Vereins. (mpf)

Silke Hirsch (51), Leiterin der Kleinen Galerie in Hohenstein-Ernstthal, hat Grund zur Freude. Zur Vernissage kamen mehr als 80 Besucher in die Ausstellungsräume im Gebäude am Altmarkt. "Es war unser Stammpublikum, aber es waren auch Gesichter dabei, dich ich noch nicht kannte", sagt die Galerieleiterin. Mit Georg Felsmann stellt ein Chemnitzer Künstler aus, der schon oft als Laudator bei anderen Ausstellungen in der Kleinen Galerie zu Gast war. Er brachte großformatige Malereien mit, die er unter dem Titel "soGesehen" ausstellt. An den abstrahierten Motiven schätzt Silke Hirsch vor die Farbintensität und die freundlichen Farben, die vor allem die neueren Arbeiten des Künstlers auszeichnen. Derzeit beginnt die Vorbereitung der nächsten Ausstellung. Zur nächsten Vernissage am 15. Juni findet zugleich das Galeriefest statt. Die Kunstwerke in der Kleinen Galerie können von Dienstag bis Donnerstag sowie sonntags jeweils von 14 bis 17 Uhr in Augenschein genommen werden. (mpf)

Olaf Ludwig (58), einer der bekanntesten Radfahrer Deutschlands, kommt auf den Sachsenring. Der Olympiasieger wird am 21. Juni, also bereits einen Tag vor Beginn der ADAC Sachsenring Classic Stargast auf der Rennstrecke sein. An diesem Tag feiert nämlich die Aktion "Sachsenring erfahren" ihre Premiere. Wer will, kann an dem Donnerstag den 3671 Meter langen Grand-Prix-Kurs mit dem Fahrrad befahren. Wer passt besser zu dieser Aktion als der Rad-Experte Olaf Ludwig aus Gera, der nicht nur die Friedensfahrt, sondern auch das grüne Trikot bei der Tour de France gewonnen hat. "Auf dem alten Sachsenring bin ich DDR-Meister geworden. Die neue Strecke kenne ich noch nicht. Ich bin gespannt", hatte er vor ein paar Tagen in einem Gespräch mit der "Freien Presse" gesagt. Die Strecke kann am 21. Juni von 18 bis 20 Uhr befahren werden. (erki)

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