Hochwasserschäden schlucken das meiste Geld

Gersdorf schreibt rote Zahlen. So steht es im Haushaltsbericht für das erste Halbjahr 2016. Sorgen muss sich die Kämmerin trotzdem nicht machen.

Gersdorf.

Unterm Strich steht ein Minus von einer halben Million Euro. Das ist die Bilanz des Gersdorfer Haushaltes zum Stichtag 30. Juni 2016. Am Dienstag stellte Kämmerin Beate Portack den Haushaltsbericht für das erste Halbjahr 2016 vor. Insgesamt hat die Gemeinde in den sechs Monaten knapp über 1 Million Euro investiert.

Für das Minus hat Kämmerin Beate Portack zwei Erklärungen. Erstens muss die Gemeinde in der ersten Jahreshälfte viele Ausgaben bestreiten. Die Zuweisungen vom Land gibt es aber erst im August. Zweitens muss die Gemeinde Gersdorf für Baumaßnahmen in Vorleistung gehen. Erst nach Abschluss des jeweiligen Bauabschnitts erhält die Gemeinde die Fördergelder dafür. So komme das Minus zur Jahresmitte zustande, sagt die Kämmerin. "Der 30. Juni ist immer ein schwieriger Stichtag."

Das meiste Geld hat die Gemeinde laut Bericht ausgegeben, um die Schäden des Hochwassers von vor drei Jahren zu beseitigen. Insgesamt 683.000 Euro wendete sie in der ersten Jahreshälfte dafür auf. Für diese Summe wird das Marktgewölbe erneuert. Der Ersatzneubau des Gewölbes soll bis 2019 stehen. Eigentlich sollte die Maßnahme bis nächstes Jahr abgeschlossen sein. Durch Wassereinbrüche nach starkem Regen hatte sich der Bau jedoch verzögert. Außerdem wird im Ort der Kaisergrundbach instand gesetzt. Derzeit laufen die Arbeiten an dem Teilstück, wo der Bach zwischen Plutostraße und Kaisergrubenstraße als offenes Gewässer entlangfließt. Zudem werden am Hegebach die Böschung und die Flußmauer saniert. Beate Portack hofft, dass die Fördergelder für die diesjährigen Maßnahmen zur Beseitigung der Hochwasserschäden noch bis Ende des Jahres fließen. Für die Sanierung des Ortskerns hat die Gemeinde 93.000 Euro ausgegeben. Diese sind vor allem in die Erneuerung der Grundschule Gersdorf und der evangelischen Oberschule geflossen.

Außerdem wurden 10.300 Euro in die neue Umwälzpumpe für das Sommerbad investiert. Das alte Gerät hatte kurz vor Beginn der Badesaison im Mai schlappgemacht, nachdem es 23 Jahre lang treue Dienste geleistet hatte. Die neue Pumpe war im Juni eingebaut worden, gerade noch rechtzeitig, um den Betrieb beim 48. Internationalen Seniorenschwimmfest und dem 23. Schwimmfest um den Pokal des Bürgermeisters sicherzustellen.

"Mittlerweile hat sich die Haushaltslage wieder entspannt", sagt die Kämmerin. Denn die Gemeinde habe im August die Zuweisungen vom Land erhalten.

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