Ideen für Jubiläum sind gefragt

In Oberlungwitz soll groß gefeiert werden. Doch was wird bis dahin aus einem der markantesten Gebäude der Stadt?

Oberlungwitz.

Im Jahr 2023 wird Oberlungwitz 750 Jahre alt. Wie Bürgermeister Thomas Hetzel (parteilos) im Gespräch mit "Freie Presse" sagte, soll Ende 2019 mit den Planungen begonnen werden. Nicht nur die Stadtverwaltung, sondern auch Vereine und andere Interessierte sollen eingebunden werden. "Wir wollen Ideen sammeln", sagte Hetzel, der daher auch die Festlichkeiten in Gersdorf, wo Ende Juni das 850-jährige Bestehen gefeiert wurde, aufmerksam mitverfolgt hatte. Einen großen Festumzug wie in Gersdorf sieht Hetzel eher kritisch, weil er sehr aufwendig in Vorbereitung und Durchführung ist. Eventuell sei es da sinnvoller, mit kleinen Veranstaltungen wie Festen, Vorträgen oder Konzerten zu feiern. Feste kann sich Hetzel an verschiedenen Stellen vorstellen, unter anderem auch im neuen FSO-Park oder am Hennyteich, wo schon zu DDR-Zeiten regelmäßig gefeiert wurde.

Das Jubiläum geht auf die erste urkundliche Erwähnung von Oberlungwitz im Jahr 1273 zurück. Gegründet wurde die Siedlung vermutlich schon deutlich eher, doch das konnte bisher nicht nachgewiesen werden. Aus der ersten Erwähnung aus dem Jahr 1273 geht hervor, dass damals Teile von Oberlungwitz an das Kloster Grünhain verschenkt wurden. Von diesem Zeitpunkt an gab es die Orte Oberlungwitz und Abtei, die erst 1890 vereinigt wurden. Das Stadtrecht bekam Oberlungwitz im Jahr 1936, vor allem wegen seiner wirtschaftlichen Bedeutung durch die Textilindustrie.


Für ein markantes Gebäude aus dieser Zeit, den Klinkerbau der Rogo-Werke, hofft Hetzel auf eine Lösung. Momentan sei nach wie vor unklar, wie es mit der Immobile weitergeht. Die beiden östlichen Gebäudeteile wurden an Investoren verkauft, doch sie haben bisher keine Pläne öffentlich gemacht. Zudem laufen offenbar Verhandlungen über den Verkauf weitere Bauten der früheren Rogo-Strumpfwerke, die das Stadtbild prägen. Etwas versteckt steht das Uhlig-Haus auf dem Areal, das als Wiege der Strumpfindustrie gilt. Denn Samuel Uhlig schaffte 1731 den ersten Strumpfwirkstuhl in Oberlungwitz an.

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