Industriestarke Gemeinde reagiert auf Firmenwünsche

Wüstenbrand stellt die Weichen für eine Erweiterung des Gewerbegebietes. Die Idee dafür gibt es bereits seit einigen Jahren.

Hohenstein-Ernstthal.

Kurz nach der Wende war das Gewerbegebiet in Wüstenbrand das erste in der Region. Heute ist es nahezu komplett belegt, genauso wie die anderen Gewerbegebiete auf Hohenstein-Ernstthaler und Oberlungwitzer Flur. Über den Verkauf einer letzten Fläche im Gebiet "Am Sachsenring II" wird laut Uwe Gleißberg aus der Stadtverwaltung derzeit verhandelt. Parallel wird im Rathaus an der Schaffung eines neuen Areals geplant. "Die Vermarktung unserer Gewerbegebiete lief in den letzten Jahren richtig gut. Deshalb brauchen wir auch Flächen für die Zukunft", sagt Oberbürgermeister Lars Kluge (CDU).

In der letzten Stadtratssitzung gab es einen Tagesordnungspunkt, der die geplante Erweiterung des Gewerbegebietes Wüstenbrand betrifft. Die Räte beschlossen einen Grundstückstausch. Ein städtisches Flurstück geht an eine Erbengemeinschaft, die dafür ihr Land in der Nähe des Gewerbegebietes an die Stadt gibt. Die Fläche umfasst ungefähr 10.000 Quadratmeter. Die gesamte Erweiterung soll laut Uwe Gleißberg aber rund sechsmal so groß sein und auf Flächen südwestlich des jetzigen Gebietes erfolgen. Gespräche mit anderen Eigentümern stehen noch aus.


Die Idee für zusätzliche Gewerbeflächen in Wüstenbrand gibt es schon seit einigen Jahren. Im November 2013 wurden mit dem Beschluss der Aufstellung eines Bebauungsplanes erste Weichen gestellt. "Einige Firmen im Wüstenbrander Gewerbegebiet haben Interesse an einer Erweiterung geäußert", zeigt sich Uwe Gleißberg optimistisch, was die Nachfrage an Flächen betrifft. Mittlerweile liegen auch Baugrunduntersuchen und die artenschutzrechtliche Betrachtung des Areals vor, die keine wesentlichen Einschränkungen für das Vorhaben sehen. Durch die Ortsgrenzen von Oberlungwitz sind die Möglichkeiten der Erweiterungen aber räumlich beschränkt. Deshalb wäre es laut Gleißberg eine weitere Option für die Zukunft, dass beide Kommunen, die bereits einen Zweckverband für Gewerbegebiete haben, auch hier zusammenarbeiten.

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