Lichtenstein startet in den Straßenbau-Marathon

In der Stadt im Grünen hat das mit 7,5 Millionen Euro teuerste Straßenbauprojekt aller Zeiten begonnen. Es soll mehr als dreieinhalb Jahre dauern.

Lichtenstein.

An der Glauchauer Straße und der Brückenstraße in Lichtenstein rollen die Bagger. Damit ist der Startschuss für den Ausbau der Staatsstraße 255 gefallen. Die mit 7,5 Millionen Euro teuerste städtische Straßenbaumaßnahme aller Zeiten in Lichtenstein wird sich über mehr als dreieinhalb Jahre erstrecken. Mit dem letzten der geplanten sieben Bauabschnitte wird erst im August 2020 begonnen.

Ex-Stadtchef Wolfgang Sedner hatte die "Jahrhundertbaumaßnahme", wie er sie bezeichnete, nur vier Tage vor seinem Ausscheiden aus dem Amt per Vertrag mit dem Straßenbauamt auf den Weg gebracht. Gestern legte die Firma Hoch- und Tiefbau Scharnagl aus Annaberg-Buchholz mit zwei Baggern los, um Baufreiheit in der Brückenstraße und der Glauchauer Straße zu schaffen. Im Zuge der Straßenbaumaßnahme soll auch der Rödlitzbach saniert werden. Schon im ersten Bauabschnitt greift Netzdienstleister Süwesa Netz ins Geschehen ein. Im Bereich der Kreuzung Ernst-Thälmann-Straße/Hartensteiner Straße/Glauchauer Straße sowie der Brückenstraße erneuert die Süwesa 200 Meter Gashauptleitung und drei Hausanschlüsse. Außerdem sind 180 Meter Nieder- und Mittelspannungskabel zu verlegen. Dafür hat der Netzbetreiber rund 70.000 Euro veranschlagt. In der Brückenstraße werden die Leitungen zunächst umverlegt. "Wir rücken mit dem Niederspannungskabel näher an die Häuser heran", erklärt Daniel Schlegel, Referent für Projekt- und Anlagenmanagement der Süwesa. Die Gasleitungen werden zunächst als Provisorium gelegt und kommen am Ende wieder zurück. "Problematisch ist hier einfach der Gesamtumfang dieser Baumaßnahme, dabei müssen viele Medien neu geordnet werden", so Schlegel.

Vor allem im zweiten Bauabschnitt wird es für die Lichtensteiner hart. Ab Juni beginnen die Arbeiten zum Bau des Kreisverkehrs, dem die Ampelregelung weichen soll. Dann ist die wichtigste Kreuzung der Stadt auf Dauer nicht mehr befahrbar. Auf die Autofahrer kommt ein Umleitungsmarathon zu. Der gesamte Brückenbereich an der Kreuzung wird parallel zur Bachsanierung erneuert. Das kann aber erst im Juni beginnen, weil die geplante Umleitung über Hohndorf im Moment noch nicht funktioniert. Noch besteht auf der Verbindung zum Nachbarort eine Vollsperrung.

Ab März 2018 arbeiten sich dann die Bauleute auf der Hartensteiner Straße weiter in Richtung Rödlitz voran. Auch dort werden parallel zur Straßenbaumaßnahme und der Bachsanierung Abwasserkanäle, Strom-, Gas- und Wasserleitungen erneuert. Frank Petzoldt, Leiter der Plauener Niederlassung des Straßenbauamtes brachte es schon mal auf den Punkt: "Man kann sagen, hier bleibt auf 900 Meter Länge kein Stein auf dem anderen."

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