Nachtbader beschäftigen Räte in Oberlungwitz

Die "Pfütze" ist beliebt - offenbar auch außerhalb der Öffnungszeiten

Viel Sonne, viel Wärme, viele Badbesucher: Durch das hochsommerliche Wetter im Juni ist der Zulauf auch im kleinen Oberlungwitzer Freibad "Pfütze" groß. "Solche Besucherzahlen wie hier hatte ich in meinem vorherigen Bad nie", sagt Bademeister Joachim Haase, der seit April in Oberlungwitz arbeitet und zuvor in Antonsthal im Erzgebirge tätig war. Zwischen 200 und 300 Besucher pro Tag konnten schon regelmäßig gezählt werden. Auch Bürgermeister Thomas Hetzel (parteilos) freut sich beim Blick auf die Resonanz. "Bisher ist die Saison rekordverdächtig", sagt er jüngst in der Stadtratssitzung.


Doch die Freude wird auch getrübt, denn es gibt offenbar etliche Badbesucher, die in keiner Statistik auftauchen. Denn mehrfach wurden Nachtbader gesichtet, die außerhalb der Öffnungszeiten den Sprung ins kühle Nass des 25 mal zwölfeinhalb Meter kleinen Beckens wagen. Das ist nicht nur offiziell verboten, sondern im Zweifelsfall auch nicht ganz unbedenklich. "Ich würde das Niemandem empfehlen. Abends wird vom Bademeister manchmal intensiver gechlort", sagte Hetzel. Zugleich teilte er aber mit, dass die Wasserqualität kürzlich untersucht wurde und dem Freibad sogar Trinkwasserqualität bescheinigt wurde.

Die Liegewiese und der Volleyballplatz sind auch außerhalb der Öffnungszeiten durch einen Seiteneingang zugänglich. Auch an dieser Regelung gibt es Kritik. Stadtrat Ronny Vogel (CDU) wies drauf hin, dass manchmal auch nachts noch viel auf dem Gelände los sei und manch einer der Gäste, offenbar nach etwas größerem Biergenuss, sein Geschäft am Zaun verrichtet. Bürgermeister Thomas Hetzel kündigte an, noch einmal zu überprüfen, ob das Gelände vielleicht doch bei Dämmerung verschlossen wird. Beschilderungen, die über die erlaubte Nutzung aufklären, soll es ebenfalls geben, doch Hetzel ist klar, dass auch das illegale Nachtbaden wahrscheinlich nicht gänzlich zu verhindern ist.

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