Neues aus der Gruft

Ein Filmemacher aus Lichtenstein hat ein Video über die Toten unter dem Schloss gedreht. Darin kommt auch lokale Prominenz zu Wort.

Lichtenstein.

Ein Filmemacher möchte die Fürstengruft unter Schloss Lichtenstein auf die Mattscheiben der heimischen Wohnzimmer bringen. Im 35-Minuten-Beitrag geben Mitglieder des Geschichtsvereins im historischen Gewand ihr Wissen zum Besten. "Der vorliegende Film ist die vorerst letzte Chance, an einer Führung durch Gruft und Kapelle teilzunehmen", sagt Vereinsmitglied Danny Erler.

Aufgrund von Bauarbeiten im Schloss werden Besuche der darunterliegenden Gruft und Kapelle wohl für eine gewisse Zeit nicht möglich sein. Auch die Ruhestätte der Schönburger mit ihren rund 20Särgen befindet sich nicht im besten Zustand. Zurzeit wird jedoch an einem Konzept zur Restaurierung und zum dauerhaften Erhalt der Fürstengruft erarbeitet.

"Der Film beschäftigt sich insbesondere mit den eigentlichen Fürsten, die unter dem Schloss begraben sind", sagt Hanno Müller. Der 67-jährige Lichtensteiner hat das Konzept erarbeitet. Hinter der Kamera standen mit dem "Team Müller" hauptsächlich Mitglieder der eigenen Familie. Vor die Kamera tritt beispielspielsweise der in Lichtenstein als Nachtwächter bekannte Christian Bretschneider - in Verkleidung als Burghauptmann. Auch Patrick Bochmann, Vorsitzender des Geschichtsvereins, durfte sich in Schale werfen. Im Aufzug des Fürsten Otto Viktor von Schönburg-Waldenburg berichtet der 40-Jährige über die Geheimnisse der Gruft. Nicht zu vergessen ist auch der Auftritt von Manfred Geyer im Kostüm des Oberförsters Zeiss. "Egal, was man ihn fragt, Manfred weiß alles über Lichtenstein", sagt Hanno Müller über den langjährigen Stadtführer.

Es ist Müllers dritter Film, der sich mit der Historie Lichtensteins beschäftigt. Der nächste ist für dieses Jahr geplant. Das Thema: 100 Jahre Zusammenschluss von Lichtenstein und Callnberg.

Der Film über die Gruft und die Kapelle in Lichtenstein ist erhältlich in der Buchhandlung Scheffler, bei "Allerlei und Meer" oder direkt bei Familie Müller (Bachgasse 19).

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