Robin ist eine ganz dicke Nummer

Bei der Rassekatzen-Show in Gersdorf am Wochenende war auch ein kleiner Bomber dabei. Der Kater wiegt zehn Kilogramm - doppelt so viel wie eine normale Hauskatze.

Gersdorf.

Sein Name hat fast so viel Gewicht wie er selbst: Robin Ron Lord Dream of Pavillon. Der Kater bringt stolze zehn Kilogramm auf die Waage. Damit war er das schwerste Tier, das sich am Wochenende auf der Rassekatzen-Show im "Grünen Tal" in Gersdorf präsentierte. Insgesamt zeigten sich 60 Katzen den Besuchern. Die Aussteller kamen aus ganz Sachsen und sogar Thüringen.

Besitzer von Robin - wir bleiben an dieser Stelle bei der Kurzform seines Namens - ist Roland Müller aus Lichtenau. "Schon Vater und Großvater von Robin waren sehr kräftig. Der Vater wog 9,5 Kilogramm, der Großvater sogar zwölf", erzählt Roland Müller. Dass das Tier so dick ist - für den Katzenbesitzer kein Problem. Robin gehört der Rasse der Britisch Kurzhaar Kater an. "Der großen Linie", so Müller. Da sei das Gewicht normal. Robin sei ja auch entsprechend groß. Die Länge seines Körpers beträgt - ohne Schwanz - 40 Zentimeter, die Höhe über 25. Zum Vergleich: Eine normale Hauskatze bringt vielleicht fünf Kilogramm auf die Waage, wenn überhaupt. Wenn Roland Müller seinen Liebling wie am Wochenende in seine Arme nimmt, um ihn dem Fotografen in die Kamera zu halten, dann ist das schon ein Kraftakt. Müller: "Da werden meine Arme nach einer Weile schon ganz schön müde."

Was verdrückt denn so ein Riesen-Kater? Wer glaubt, dass es sich da um Unmengen von Proviant handelt, täuscht sich. Robin frisst nicht mehr als eine ganz normale Katze. Aber ansonsten verläuft sein Leben schon etwas anders: Er hat sich mit seinen sechs Jahren auf Ausstellungen bereits den Titel "Großer internationaler Premier" erkämpft. "Da werden bestimmte Anforderungen an Felllänge, Farbe und Knochenbau gestellt", erklärt Katzenliebhaber Müller. Robin war in seinem bisherigen Leben so gut wie noch nie im Freien, hat noch nie eine Maus gefangen. Das könnte er wohl auch gar nicht. "Wenn es ihn irgendwann doch einmal richtig nach draußen zieht, dann werden wir ihn an die Leine nehmen", sagt Müller. Robin sei gemütlich, aber schon sehr selbstbestimmt. Und durchaus nicht phlegmatisch: Immerhin könne das Schwergewicht in der Wohnung auf das Fensterbrett springen, das sich in einer Höhe von 80 Zentimetern befindet. Das Schöne an dem Bomber: Er sei viel zutraulicher als eine gewöhnliche Hauskatze, die ständig nur auf Achse sei und meistens nur zum Fressen käme.

Im internationalen Maßstab ist Robin allerdings noch nicht die ganz dicke Nummer. Himmy aus Australien galt als schwerste Katze der Welt, wog stolze 21,2 Kilogramm, bevor sie im Alter von zehn Jahren schließlich starb. Diese Rekordkategorie wurde vom Guinness-Buch mittlerweile geschlossen, um zu vermeiden, dass rekordwütige Katzenhalter ihre Tiere absichtlich verfetten lassen.

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